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Begeiſterung, näherte ſich Canolles dem Galgen und ſetzte ſtolz und verächtlich vor dem Volke den Fuß auf die erſte Sproſſe der Leiter.
„Meine Herren Henker,“ ſprach er,„thut nun, was Eueres Amtes iſt.“
„Es iſt nur Einer,“ rief die erſtaunte Menge; „der Andere! wo iſt der Andere? man hat uns zwei ver⸗ ſprochen.“
„Ah! das tröſtet mich,“ ſagte Canolles lächelnd, „dieſer vortreffliche Pöbel iſt nicht einmal mit dem, was Ihr für ihn thut, zufrieden: hoͤrt Ihr es, Herr Herzog?“
„Tod! Tod! Rache für Richon!“ bruͤllten zehntauſend Stimmen.
„Wenn ich ſie aufhetzte,“ dachte Canolles,„ſie ſind im Stande, mich in Stücke zu zerreißen, dann würde ich nicht gehenkt, und der Herzog wäre wüthend. Ihr ſeid Feige,“ rief er,„ich erkenne unter Euch Menſchen, welche bei dem Angriffe auf das Fort Saint⸗George waren, und die ich habe fliehen ſehen. Ihr rächt Euch heute an mir dafür, daß ich Euch geſchlagen habe.“
Ein Gebrülle antwortete ihm.
„Ihr ſeid Feiglinge!“ fuhr er fort,„Rebellen, Elende!“
Tauſend Meſſer ſunkelten und es ſielen Steine vor dem Galgen nieder.
„Vortrefflich,“ murmelte Canolles; dann mit lauter Stimme: Der Köniz hat Richon hängen laſſen, und daran hat er wohl gethan; wenn er Bordeaur nimmt, wird er noch viele Andere hängen laſſen.“
Bei dieſen Worten ſtürzte die Menge wie ein Strom gegen die Eſplanade, warf die Wachen nieder, zertrüm⸗ merte die Paliſſaden und drang brüllend gegen den Gefan⸗ genen vor.
Indeſſen hatte einer von den Henkern, auf ein Zeichen des Herzogs, Canolles unter den Armen, emporge⸗ hoben, während ihm der andere eine Schlinge um den Hals zog.
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