Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 7.-8. Bändchen (1846)
Entstehung
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Ja, ſprach der Herzog.

Nun wohl, verſetzte Lenet,wenn dem ſo iſt, ſo kann dieſer würdige Edelmann eines Beichtigers nicht entbehren.

Verzeiht, verzeiht, mein Herr, entgegnete Canol⸗ les,ich kann ſeiner wohl entbehren, und zwar vollkom⸗ men.

Wie ſo? fragte Lenet, indem er dem Gefangenen Zeichen machte, die dieſer nicht verſtehen wollte.

Weil ich Hugenott bin, erwiederte Canolles,und zwar ein ſtarker Hugenott, das ſage ich Euch. Wenn Ihr mir ein letztes Vergnügen bereiten wollt, ſo laßt mich ſterben, wie ich bin.

Und während er ſich weigerte, bewies Lenet eine Ge⸗ berde der Dankbarkeit, daß der junge Mann ſeine Ab⸗ ſicht ſehr gut verſtanden hatte.

Nun vorwärts, wenn uns nichts Anderes mehr zu⸗ rückhält, ſprach der Herzog.

Er ſoll beichten! er ſoll beichten! ſchrieen einige Wüthende.

Canolles erhob ſich auf den Fußſpitzen, ſchaute mit ruhigem, ſicherem Auge umher, und ſagte in ſtrengem Tone zu dem Herzog:

Wollen wir Feigheiten begehen? Es ſcheint mir, wenn irgend Jemand hier das Recht hat, ſeinen Willen zu thun, ſo bin ich dies, ich der Held des Feſtes; ich ſchlage alſo einen Beichtiger aus, aber ich verlange das Schaffot, und zwar ſo bald als möglich; ich bin meiner Seits des Wartens müde.

Stille dort! rief der Herzog, ſich nach den Grup⸗ pen umwendend. Dann, als die Macht ſeiner Stimme und ſeines Blickes das Stillſchweigen wirklich wiederher⸗ geſtellt hatte, ſagte er zu Canolles:.

Mein Herr, Ihr werdet thun, wie Euch beliebt.

Ich danke, gnädigſter Herr. Und nun wollen wir