Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 7.-8. Bändchen (1846)
Entstehung
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aufbrechen und unſere Schritte beſchleunigen, wenn es Euch gefällig iſt 2...

Lenet nahm Canolles beim Arm und ſagte zu ihm:

Geht im Gegentheil langſam. Wer weiß? Ein Aufſchub, eine Ueberlegung, ein Ereigniß liegen im Be⸗ reiche der Möglichkeit. Geht langſam, ich beſchwöre Euch im Namen derjenigen, welche Euch liebt, welche ſo ſehr weinen wird, wenn Ihr zu ſchnell geht...

Oh! ſprecht mir nicht von ihr, ich bitte Euch, erwiederte Canolles;mein ganzer Muth ſcheitert an dem Gedanken, daß ich für immer von ihr getrennt werden ſoll; aber was ſage ich?... im Gegentheil, Herr Lenet, ſprecht mir von ihr, wiederholt mir, daß ſie mich liebt, daß ſie mich ſtets lieben wird, und beſonders, daß ſie mich beweinen wird.

Auf! theures, unglückliches Kind, erweicht Euch nicht, bedenkt, daß man uns beobachtet, und daß man nicht weiß, wovon wir ſprechen."

Canolles hob ſtolz das Haupt empor und ſeine ſchö⸗ nen Haare rollten durch eine Bewegung voll Anmuth in ſchwarzen Locken über ſeinen Hals herab. Man war in die Straße gelangt; zahlreiche Fackeln erhellten ſeinen Zug, ſo daß man ſein Geſicht ruhig und lächelnd ſehen konnte.

Er hörte einige Frauen weinen und andere ſagen:

Armer Baron, ſo jung und ſo ſchön!

Man ſetzte ſtillſchweigend den Marſch fort, dann ſprach er plötzlich:

Ohl Herr Lenet, ich möchte ſie doch noch ein Mal ſehen! 3

Soll ich ſie holen? ſoll ich ſie Euch bringen? fragte Lenet, der keinen Willen mehr hatte.

SOh! ja, murmelte Canolles. Wohl, ich laufe; aber Ihr werdet ſie tödten. Deſto beſſer! gab die Selbſtſucht dem Herzen des