Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 7.-8. Bändchen (1846)
Entstehung
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Bald bildeten ſich die Partien, Canolles ſetzte ſich zum Spiele. Madame Lavie betheiligte ſich zur Hälfte niſt ihm gegen ihren Gatten, welcher fünfhundert Piſtolen verlor.

Am andern Tage fiel es dem Volke, ich weiß nicht, aus welcher Veranlaſſung, ein, einen Aufſtand zu machen. Ein Parteigänger der Prinzen ſchlug, mehr Fanatiker als die Uebrigen, vor, mit Steinwürfen die Scheiben von Herrn von Lavie zu zerſchmettern. Als die Scheiben zer⸗ ſchmettert waren, ſchlug ein Anderer vor, Feuer an ſein Haus zu legen. Man lief bereits nach den Bränden, als Canolles mit einer Abtheilung des Regiments Navailles anlangte, Madame Lavie in Sicherheit brachte und ihren Gatten einem Dutzend Wüthender entriß, welche, da ſie ihn nicht verbrennen konnten, den Generalanwalt wenig⸗ ſtens hängen wollten.

Nun, mein lieber Mann der Thätigkeit, ſagte Canolles zu Herrn Lavie, den der Schrecken ganz entfärbt hatte,was haltet Ihr nun von meiner Trägheit? Iſt es nicht geſcheiter von mir, daß ich nichts thue?

Wonach er nach dem Schloſſe Trompette zurückkehrte, in Betracht, daß eben der Zapfenſtreich ertönte. Bei ſei⸗ ner Rückkehr fand er auf ſeinem Tiſche einen Brief, deſ⸗ ſen Form ſein Herz ſchlagen, deſſen Handſchrift den gan⸗ zen Mann erbeben machte.

Es war die Handſchrift von Frau von Cambes.

Er öͤffnete den Brief und las:

Seid morgen gegen ſechs Uhr Nachmittags allein in der Carmeliterkirche und ſetzt Euch in den erſten Beicht⸗ ſtuhl rechts beim Eingange. Ihr werdet die Thüre offen ſinden.

Halt! rief Canolles,das iſt ein origineller Ge⸗ danke. Es war noch eine Nachſchrift dabei:

Macht kein Rühmens, ſagte dieſe,daß Ihr da⸗ hin geht, wo Ihr geſtern und heute geweſen ſeid; bedenkt