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wenn es ihm nicht gelang, mit ihr zu ſprechen, eine zart⸗ liche Geberde von ihr erhaſchen, ihr die Hand drücken, wenn ſie in den Wagen ſtieg, obgleich er ein Hugenott war, ihr das Weihwaſſer reichen, das war die große Be⸗ ſchäftigung der Tage des Gefangenen.
In der Nacht dachte er an die große Angelegenheit des Tages.—
Nach einiger Zeit genügte übrigens dieſe Zerſtreuung dem Gefangenen nicht mehr. Da er aber das Zartgefühl von Frau von Cambes begriff, welche noch mehr für die CEhre von Canolles, als für die ihrige befürchtete, ſo ſuchte er den Kreis ſeiner Zerſtreuungen auszudehnen. Zuerſt ſchlug er ſich mit einem Officier der Garniſon und mit zwei Bürgern, wobei immerhin einige Stunden verfloßen. Da er aber den Einen von ſeinen Gegnern entwaffnete und die andern Zwei verwundete, ſo entging ihm bald dieſer Zeitvertreib in Ermangelung von Menſchen, welche ihn zu zerſtreuen geneigt waren.
Dann hatte er einige Male Glück bei Frauen. Ca⸗ nolles war, abgeſehen vom ſchönen Mann, ſeitdem er als Gefangener in Bordeaux verweilte, äußerſt intereſſant ge⸗ worden. Drei volle Tage und den ganzen Morgen des vierten ſprach man von ſeiner Gefangenſchaft; das war beinahe ſo viel, als bei der des Herrn Prinzen.
Eines Tages, als Canolles Frau von Cambes in der Kirche zu ſehen hoffte, und Frau von Cambes, vielleicht aus Furcht, ihn daſelbſt zu treffen, nicht gekommen war, bot Canolles, ſeinem Poſten bei der Säule getreu, einer reizenden Frau, die er noch nicht geſehen hatte, Weihwaſ⸗ ſer; das war nicht der Fehler von Canolles, ſondern der von Frau von Cambes; wäre die Vicomteſſe gekommen, ſo würde er nur ſie geſehen, nur ihr Weihwaſſer gngebo⸗ ten haben.
An demſelben Tage, während Canolles in ſich ſelbſt nachforſchte, wer die reizende Brunette ſein könnte, erhielt er ein Einladungsſchreiben, um den Abend bei dem Ge⸗
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