Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 7.-8. Bändchen (1846)
Entstehung
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Eine andere Stimme antworiete aber ohne einen feindlichen Ton. Hoͤrt, ſagte Canolles,man kommt, um Euch zu holen. Man greift noch nicht an, mein Freund, Alles i*ſt ruhig; laßt mich bei Euch bleiben, ſie werden nicht fommen.

Als Nanon dieſe Worte vollendete, erſcholl der Ruf: Wer da? dreimal in dem innern Hof, und das dritte Mal folgte darauf der Knall einer Muskete.

Canolles eilte an das Fenſter und öffnete es.

Zu den Waffen! rief die Schildwache,zu den Waffen! 4

Canolles ſah in einer Ecke eine ſchwarze, bewegliche Maſſe; es war der Feind, welcher aus einer niedrigen, gewöͤlbten Pforte hervorſtrömtedie ſich nach einem Keller öffnete, welcher als Holzkammer benützt wurde; ohne Zweifel war in dieſem Keller eine geheime Oeffnung, wie oben an dem Bette von Canolles.

Hier ſind ſie! rief Canolles;beeilt Euch, hier ſind ſie.

In demſelben Augenblick erwiederte das Feuer von etwa zwanzig Musketen den Schuß der Schildwache. Ein paar Kugeln zerſchmetterten die Scheiben des Fenſters, welches Canolles raſch wieder ſchloß.

Er wandte ſich um, Nanon lag auf den Knieen.

Durch die innere Thüre liefen die Frauen und ihr Lackei herbei;

Es iſt kein Augenblick zu verlieren, Nanon, rief Canolles;kommt! kommt!

Und er zog die junge Frau in ſeine Arme empor, wie er es mit einer Feder gethan hätte, drang in den un⸗ terirdiſchen Gang und rief den Leuten von Nanon zu, ſie ſollten ihm folgen.

Der Sergent war die Fackel in der Hand, an ſei⸗ nem Poſten; die zwei Soldaten hielten ſich, die Lunte