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pagnie an Richon zu übergeben, welcher derſelben ent⸗ gegenharrt.⸗ 3
„Aber Ihr bleibt nicht bei ihnen in Vayres?“
„Nein, Monſeigneur, es iſt mein Grundſatz, nie die Dummheit zu begehen, mich zwiſchen vier Mauern einzuſchließen, wenn ich im freien Felde umherſtreifen kann. Ich bin geboren, das Leben der Patriarchen zu führen.“..
„Wohl, ſo verweilt, wo es Euch beliebt, aber bringt Euere Leute nach Vayres.“
„Dann bilden ſie alſo entſchieden einen Theil der Garniſon dieſes Platzes?“
„Ja.“
„Unter dem Befehle von Herrn Richon?“
„Ja.“
„Aber, Monſeigneur, was ſollen meine Leute dort thun, da bereits ungefähr dreihundert Mann in der Feſtung liegen?“
„Ihr ſeid ſehr neugierig.“
„Ohl ich frage nicht aus Neugierde, Monſeigneur, ſondern aus Furcht.“
„Was befürchtet Ihr?“
„Ich befürchte, man könnte ſie zur Unthätigkeit verurtheilen, und das wäre ärgerlich; wer eine gute Waffe roſten läßt, hat Unrecht.“.
„Seid unbeſorgt, Kapitän, ſie werden nicht roſten; in acht Tagen ſchlagen ſie ſich.“.
„Dann wird man ſie mir wohl tödten?“
„Wahrſcheinlich, wenn Ihr nicht, wie Ihr ein Mittel habt, Soldaten zu rekrutiren, ein Geheimniß beſitzt, um ſie unverwundbar zu machen.“
„Oh! das iſt es nicht; ich wünſchte nur, daß ſie bezahlt wären, ehe man ſie mir tödtet.“
„Sagtet Ihr nicht, Ihr hättet zehntauſend Livres empfangen?“.
„Ja, auf Abſchlag. Fragt Herrn Lenet, der ein


