Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 4.-6. Bändchen (1846)
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geordneter Mann iſt und ſich gewiß unſerer Ueberein⸗ kunſt erinnern wird.

Der Herzog wandte ſich gegen Lenet.

Er ſpricht die Wahrheit, ſagte der tadelloſe Rath;wir haben Herrn Cauvignac zehntauſend Livres baares Geld für die erſten Auslagen gegeben; ihm aber, abgeſehen von dem Verbrauch dieſer zehntauſend Liores, noch hundert Thaler für den Mann ver⸗ ſprochen.

Dann find wir dem Kapitän fünfunddreißigtau⸗ ſend Livres ſchuldig? ſprach der Herzog.

Ganz richtig, Monſeigneur.

Man wird ſie Euch geben.

Könnten wir nicht in der gegenwärtigen Zeit ſprechen, Herr Herzog?

Nein, unmöglich.

Warum?

Weil Ihr zu unſeren Freunden gehört und die Fremden Allem vorgehen müſſen. Ihr begreift, daß man den Leuten nur ſchmeicheln muß, wenn man vor ihnen Angſt hat.

Eine vortreffliche Maxime, erwiederte Cauvignac; nes iſt jedoch bei allen Händeln Gewohnheit, eine Friſt zu beſtimmen.

1Wohl, ſetzen wir acht Tage, ſprach der Herzog. Setzen wir acht Tage, wiederholte Cauvignac.

Wenn wir aber in acht Tagen nicht bezahlt ha⸗ ben? ſagte Lenet.

Dann werde ich wieder Herr meiner Compagnie, antwortete Cauvignac...

Das iſt nur zu billig, ſprach der Herzog.

Ich mache damit, was ich will.

Da ſie Euch gehört.

Jedoch. bemerkte Lenet.

Bah! ſagte der Herzog,wir werden ſie in Vapres eingeſchloſſen halten.