Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 4.-6. Bändchen (1846)
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220 4 Wie viel Mann habt Ihr zu Euerer Verfü⸗ gung?

Hundertundfünfzig.

Gut equipirt, gut bewaffnet?

Gut bewaffnet, ſchlecht equipirt. Ich habe mich vor Allem mit den Waffen als dem Weſentlichſten be⸗ ſchäftigt. Was die Equipirung betrifft, ſo fehlte es an Geld, in Betracht, daß ich ein ſehr uneigennützi⸗ ger Menſch bin, einzig und allein von meiner Liebe

für die Herren Prinzen angetrieben wurde und von Herrn Lenet nur zehntauſend Livres erhalten hatte.

Und mit zehntauſend Livres habt Ihr hundertund⸗ fünfzig Soldaten angeworben?

Ja, Monſeigneur.

Das iſt wunderbar. Monſeigneur, ich habe nur mir allein bekannte Mittel, mit deren Hülfe ich zu Werke gehe. 4 Und wo find dieſe Leute?

Sie ſind hier, Monſeigneur; Ihr ſollt ſehen, wie. ſchön die Compagnie iſt, beſonders in moraliſcher Be⸗ ziehung; lauter Leute von Stand;z nicht ein einziger Schlucker aus dem Bauernvolk.

Der Herzog von Larochefoucault trat an das Fen⸗ ſter und ſah wirklich auf der Straße hundertundfünfzig Menſchen von jedem Alter, von jedem Stand, durch Ferguzon, Barrabas, Carrotette und ihre zwei an⸗ deren Gefährten, insgeſammt in ihren ſchönſten Ge⸗. wändern, in zwei Reihen gehalten. Dieſe Menſchen hatten unendlich mehr das Ausſehen einer Truppe von 8 8 Banditen, als einer Compagnie Soldaten.

Sie waren, wie Cauvignac geſagt hatte, ſehr ab⸗ geriſſen, aber vortrefflich bewaffnet.

Habt Ihr einen Befehl in Beziehung auf Euere Leute erhalten? fragte der Herzog.

Ich habe den Befehl erhalten, ſie nach Vayres zu führen, und erwarte nur die Beſtätigung dieſes Be fehls durch den Herrn Herzog, um meine ganze Com⸗