Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 4.-6. Bändchen (1846)
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ſprach die Prinzeſſin,ſo bereite man Alles für morgen.

An dem Tage und in der Stunde, wie es Ihrer Hoheit belieben wird, antwortete Frau von Cambes;ich werde ihre Befehle in meinem Gemache erwarten.

Nach dieſen Worten verbeugte ſie ſich und ging in ihre Wohnung; die Prinzeſſin, welche in einem Augenblick vom Zorn zur Hoffnung übergegangen war,

that daſſelbe; Frau von Tourville folgte ihr. D'Eſpag⸗

net entfernte ſich ebenfalls, nachdem er ſeine Betheuerun⸗ gen wiederholt hatte, und der Herzog befand ſich allein mit Lenet.

Mein lieber Lenet, ſagte der Herzog,da ſich die Frauen des Krieges bemächtigt haben, ſo wäre es, glaube ich, für die Männer gut, ein wenig Intriguen zu machen. Ich habe von einem gewiſſen Cauvignac ſprechen hören, der beauftragt iſt, für Euch eine Com⸗ pagnie zu rekrutiren; man hat ihn mir als einen ge⸗ wandten Burſchen geſchildert und ich verlangte nach ihm; kann man ihn wohl ſehen?

Monſeigneur, er wartet.

Er mag kommen.

Lenet zog an einer Klingelſchnur; ein Diener er⸗

en. Führt den Kapitän Cauvignac ein, ſagte

net.

Einen Augenblick nachher zeigte ſich unſer alter Bekannter auf der Schwelle. Aber ſtets klug, blieb er hier ſtehen..

Nähert Euch, Kapitän, ſagie der Herzog,ich bin der Herr Herzog von Larochefoucault. Monſeigneur, antwortete Cauvignac,ich kenne

Le

Cuch vollkommen.

uͤhl deſto beſſer. Ihr habt den Auftrag erhalten,

eine Compagnie anzuwerben?

Sie iſt geworben.