Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 4.-6. Bändchen (1846)
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Wohl, ſprach Frau von Cambes,man laſſe mich handeln, und ich überliefere den Platz.

Bah! entgegnete die Prinzeſſin,Du haſt mir bereits dergleichen verſprochen und biſt geſcheitert.

Ich hatte Euerer Hoheit verſprochen, einen Ver⸗ ſuch bei Herrn von Canolles zu machen. Dieſer Ver⸗ ſuch 3 geſcheitert, ich fand Herrn von Canolles un⸗

eugſam. delrHofft Du ihn nach ſeinem Siege zugänglicher zu n den 4 4.

Nein. Diesmal ſagte ich Euch auch nicht, ich würde den Gouverneur, ſondern ich würde den Platz überliefern. 1

Wie dies?

Indem ich Euere Soldaten bis in den Hof der Feſtung führe.

Seid Ihr eine Fee, Madame, daß Ihr eine ſolche Arbeit übernehmt? fragte Larochefoucault.

Nein, mein Herr, ich bin Grundherrin.

Ihr ſcherzt? verſetzte der Herzog.

Nein, nein, ſagte Lenet,ich erſchaue Vieles in den drei Worten, welche Frau von Cambes ſo eben ausgeſprochen hat.

Das genügt mir, ſprach die Vicomteſſe,die Anſicht von Herrn Lenet iſt Alles für mich. Ich wie⸗ derhole alſo, daß Saint⸗George genommen iſt, wenn man mich ein paar Worte mit Herrn Lenet allein ſprechen laſſen will.

Madame, verſetzte Frau von Tourville die Vi⸗ comteſſe unterbrechend,ich nehme Saint⸗George eben⸗ falls, wenn man mich gewähren läßt.

Laßt zuerſt Frau von Tourville ihren Plan laut

auseinanderſetzen, ſprach Lenet, Frau von Cambes zu⸗

rückhaltend, welche ihn in einen Winkel ziehen wollte, hlännPerdet Ihr mir den Eurigen leiſe mit⸗ lheilen. Sprecht, Madame, ſagte die Prinzeſſin.

Der Frauenkrieg. I. 15