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nieder und ſteht ſpät auf; aber was Teufels macht Ihr ſo frühzeitig?“
„Bei Gott,“ erwiederte Ravailly,„Du fiehſt es puy wie mir ſcheint: wir wollen Dich belagern, ſonſt nichts.“
„Und warum wollt Ihr mich belagern?“
„Um Dein Fort zu nehmen.“
Canolles brach in Gelächter aus.
„Nicht wahr, Du capitulirſt?“ rief Ravailly.
„Zuvor muß ich wiſſen, wem ich mich ergebe. Wie kommt es, daß Navailles gegen den König dient?“ 3
„Meiner Treue, Freund, weil wir Rebellen find. Bei genauer Ueberlegung faßten wir die Anſicht, Ma⸗ zarin wäre offenbar ein Knauſer, unwürdig der Dienſte braver Edelleute, und dem zu Folge gingen wir zu den Prinzen über. Und Du?“
„Ich, mein Lieber, bin ein wüthender Epernoniſt.“
„Bah! laß Deine Leute und komm' mit uns.“
„Unmöglich. He! Ihr da unten, laßt die Ketten vom Hafen. Ihr wißt wohl, daß man dergleichen Dinge anſchaut, aber nur von ferne; berührt man ſie, ſo bringt es Unglück. Navailly, befiehl ihnen doch, die Ketten nicht zu berühren,“ fuhr Canolles die Stirne faltend fort,„oder ich laſſe auf ſie ſchießen, und ich Lees wir, zum Voraus, Navailly, ich habe gute
en.
„Bah! Du ſcherzeſt,“ antwortete der Officier,„ſei vernünftig, Du haſt keine Kräfte zum Widerſtand.“
„Ich ſcherze nicht, die Leitern nieder! Ravailly, ich bitte Dich, es iſt das Haus des Königs, das Du belagerſt, gib wohl darauf Acht.“
„Saint⸗George! Haus des Königs?“
„Bei Gott! ſchaue nur, und Du wirſt die Fahne an der Ecke der Baſtei ſehen. Laß Deine Barken wie⸗ der in das Waſſer ſetzen und Deine Leitern in die Barken legen, oder ich ſchieße. Willſt Du plaudern,


