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opfern; denn ſelt heute erſt weiß ich, was Du für mich gethan haſt. Man bot Dir Geld; gehören meine Schätze nicht Dir? Man bot Dir Liebe; kann es in der Welt eine Frau geben, welche Dich lieben wird, wie ich Dich liebe? Man bot Dir einen Grad! Höre, man wird Dich angreifen. Gut, wir wollen Solda⸗ ten anwerben, Waffen und Munition aufhäufen, un⸗ ſere Kräfte verdoppeln, uns vertheidigen. Ich werde für meine Liebe kämpfen, Du kämpfſt für Dein Glück. Du wirft ſie ſchlagen, mein braver Canolles; Du wirſt machen, daß die Königin ſagt, ſie habe keinen tapfereren Kapitän, als Du biſt; Deine Beförderung übernehme ich, und wenn Du reich, mit Ruhm und Ehre beladen biſt, magſt Du mich verlaſſen; ich werde meine Er⸗ innerungen zum Troſte haben.“
So ſprechend ſchaute Nanon Canolles an und er⸗ wartete die Antwort, welche die Frauen immer auf überſpannte Reden erwarten, das heißt, eine Antwort ſo toll und überſpannt als dieſe Reden. Aber Canolles ſenkte traurig den Kopf und erwiederte:
„Nanon, nie werdet Ihr einen Schaden erleiden, nie werdet Ihr eine Schmach erdulden, ſo lange ich auf der Inſel Saint⸗George lebe. Beruhigt Euch alſo, denn Ihr habt nichts zu befürchten.“
„Ich danke,“ ſprach Nanon,„obgleich dies nicht Alles iſt, was ich fordere.“
Dann ganz leiſe:
„Ach! ich bin verloren, er liebt mich nicht mehr.“
Canolles erhaſchte jenen Flammenblick, der wie ein Blitz ſchimmert, jene furchtbare Bläſſe einer Sekunde, welche ſo viel Schmerz enthüllt.
„Wir wollen ganz und gar edelmüthig ſein,“ ſagte er zu ſich ſelbſt,„ſonſt wären wir ehrlos! Komm', Nanon,“ fuhr er fort,„komm', meine Freundin; wirf Deinen Mantel über Deine Schultern, nimm Deinen Männerhut, die Nachtluft wird Dir wohlthun. Ich


