Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 4.-6. Bändchen (1846)
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Ja, geht. Wie dies?

Ich ſage, Ihr ſollt gehen und ſchreiben.

Nein, ich muß ihm von hier, von Euerem Zim⸗ mer aus ſchreiben, ich muß meinen Brief vom Fuße Eueres Bettes datiren.

Aber das iſt nicht ſchicklich.

Hier ſind meine Inſtructionen, Madame, leſet ſie ſelbſt.

f tEnolles reichte der Vicomteſſe ein Papier, und e las:

Der Herr Baron von Canolles wird die Frau Prinzeſſin von Condé und den Herrn Herzog von Eng⸗ hien, ihren Sohn, nie aus den Augen laſſen.

Nie aus den Augen, ſprach Canolles.

Nie aus den Augen, ſo iſt es.

Claire begriff nun den Vortheil, den ein Verlieb⸗ ter wie Canolles aus ſolchen Inſtructionen ziehen konnte, aber ſie begriff auch, welchen Dienſt ſie der Prinzeſſin leiſtete, indem ſie in Beziehung auf ihre Perſon den Irrthum des Hofes verlängerte.

Schreibt alſo, ſagte ſie als eine in das Un⸗ vermeidliche ſich fügende Frau.

Canolles fragte mit dem Blicke und ſie zeigte ihm ebenfalls mit dem Blick ein Neceſſaire, welches Alles enthielt, was man zum Schreiben braucht; der junge Mann öffnete dasſelbe, nahm Papier, Feder und ein Dintenfaß daraus, legte Alles auf einen Tiſch, zog dieſen Tiſch ſo nahe als möglich zu dem Bett, bat, als ob Claire die kranke Prinzeſſin wäre, um Erlaub⸗ niß ſich zu ſetzen, was ihm bewilligt wurde, und ſchrieb an Herrn von Mazarin folgende Meldung:

Monſeigneur, 4

Ich bin im Schloſſe Chantilly um neun Uhr Abends angekommen, Ihr erſeht hieraus meine Eile, denn ich habe die Ehre gehabt, um halb ſieben Uhr von Euerer Eminenz Abſchied zu nehmen.