berauſchenden Epiſoden ihrer Reiſe, alle die Erinne⸗
rungen dieſer entſtehenden Liebe in Maſſe wie balſa⸗ miſche Düfte das Herz des Barons umhüllend auf⸗ tauchten.
„Madame,“ ſagte er, einen Schritt gegen das Bett machend,„ich verfolge die Frau Prinzeſſin von Condé und nicht Euch, die Ihr nicht die Frau Prin⸗ zeſſin ſeid.“ 3
Diejenige, an welche dieſe Worte gerichtet waren, ſtieß einen kurzen Schrei aus, wurde ſehr bleich und drückte eine von ihren Händen an ihr Herz.
„Was wollt Ihr damit ſagen, mein Herr, und für wen haltet Ihr mich 2“ erwiederte ſie.*
„Ahl was das betrifft... ich wäre ſehr verlegen, müßte ich es Euch erklären; denn ich würde beinahe
ſchwören, daß Ihr der reizendſte Vicomte ſeid, ſeid
Ihr nicht etwa die anbetungswürdigſte Vicomteſſe.“
„Mein Herr“ ſprach die falſche Prinzeſſin, welche auf Canolles, indem ſie ihn an ſeine Würde erinnerte, Eindruck zu machen hoffte,„ich begreife von Allem, was Ihr mir ſagt, nur Eines: daß Ihr Euch gegen die Achtung verfehlt, daß Ihr mich beleidigt.“
„Madame,“ ſprach Canolles,„man verfehlt ſich nicht gegen die Achtung vor Gott, weil man ihn an⸗ betet, man beleidigt die Engel nicht, weil man ſich vor ihnen auf die Kniee wirft.“
Und bei dieſen Worten bückte ſich Canolles, als wollte er niederknieen.
„Mein Herr,“ ſagte raſch die Vicomteſſe, Canol⸗ les zurückhaltend,„die Prinzeſſin von Condé kann nicht dulden..“
„Madame, die Prinzeſſin von Condèé reitet in die⸗ ſem Augenblick auf einem guten Pferde, Seite an Seite mit Herrn Vialas ihrem Stallmeiſter und Herrn Lenet ihrem Rathe, mit ihren Edelleuten, ihren Kapitänen, mit ihren Haustruppen endlich, auf der
Straße nach Bordeaur und hat nichts mit dem zu


