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wahr? Euer Triumph iſt vollſtändig! Wohl, ſo ſeid ein edelmüthiger Sieger und entfernt Euch.“
„Ich würde dies gerne thun, Madame, aber ich muß meinen Inſtructionen vollſtändig Genüge leiſten. Ich habe bis jetzt nur den Theil meiner Sendung er⸗ füllt, welcher Euere Hoheit betrifft; doch iſt es nicht hinreichend, Euch geſehen zu haben, ich muß nun auch den Herzog von Enghien ſehen.“
Auf dieſe Worte, ausgeſprochen mit dem Tone
eines Mannes, der das Recht hat zu befehlen und
Gehorſam heiſcht, folgte ein furchtbares Stillſchweigen. Die falſche Prinzeſſin erhob ſich, ſtützte ſich auf eine Hand und heftete auf Canolles einen von den ſeltſamen
Blicken, die nur ihr anzugehören ſchienen, ſo viele Dinge enthielten ſie zumal. Dieſer wollte ſagen:„Habt Ihr mich erkannt, wißt Ihr, wer ich in der That bin? Wenn
Ihr es wißt, ſo verſchont mich, verzeiht mir, Ihr ſeid der Stärkere, habt Mitleid mit mir!“ Canolles begriff Alles, was dieſer Blick ſprach,
aber er ſtahlte ſich gegen feine verführeriſche Beredſam⸗
keit und antwortete darauf mit der Stimme: „Unmöglich, Madame, der Befehl iſt genau.“
„Es geſchehe alſo in Allem, wie Ihr es wünſcht
mein Herr, da Ihr weder für meine Lage, noch für
Sohne zu führen, nicht Eueren Sohn zu Euch führen? entgegnete Canolles;„das wäre meiner Anſicht na⸗ viel deſſer.“
„Und warum, mein Herr?“ fragte die falſche Prinzeſſin, offenbar unruhiger über dieſe neue Forde rung, als ſie es über irgend eine andere geweſen war
„Weil ich mittlerweile Euerer Hoheit einen Pun meiner Sendung mittheilen werde, der nur ihr ahen eröffnet werden kann.“ 4 „Mir allein?“
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