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ner Uniform ſehen könnt, der Kapitän der Garden Jh⸗ rer Hoheit.“
Canolles lächelte.
Er hatte wirklich Zeit gehabt, mit dem Blicke den zu taxiren, welcher mit ihm ſprach, und er erkannte, daß er irgend einem Aufwärter mit einem Bauch ſo dick wie ſeine Flaſchen, irgend einem blühenden Vatel gegenüberſtand, der in einen Officiersrock eingezwängt war, welchen man aus Mangel an Zeit oder wegen zu großen Bauches nicht gehörig hatte zuhäkeln können.
„Gut, mein Herr Kapitän der Garden,“ ſprach Canolles,„hebt Euren Hut auf und antwortet.“
Der Kapitän führte den erſten Theil der Auffor⸗ derung von Canolles als ein Menſch aus, der die ſchönen Maximen der militäriſchen Disciplin:„Wer com⸗ mandiren will, muß zu gehorchen verſtehen,“ ſtudirt hat.
„Kapitän der Garden,“ verſetzte Canolles,„Teu⸗ fel! das iſt ein ſchöner Poſten.“
„Allerdings, mein Herr, ziemlich ſchön; doch was weiter?“ ſprach der Menſch, ſich in die Bruſt werfend.
„Blaſt Euch nicht ſo ſehr auf, mein Herr Kapi⸗ tän,“ ſagte Canolles,„oder Ihr werdet Eure letzte Neſtel zerbrechen, und Eure Hoſe wird Euch auf die Ferſen fallen, was nicht ſehr anmuthig ausſtieht.“
„Aber, mein Herr, wer ſeid Ihr?“ fragte der vorgebliche Kapitän.
„Mein Herr, ich werde das Beiſpiel der Höflich⸗ keit, das Ihr mir gegeben habt, nachahmen und Eure Frage beantworten, wie Ihr die meinige beantwortet habt. Ich bin Kapitän in Navaille und komme im Namen des Königs als Botſchafter mit einem fried⸗ lichen oder einem gewaltthätigen Charakter bekleidet, und werde den einen oder den andern von dieſen Charaktern annehmen, je nachdem man den Befehlen Seiner Maje⸗ ſtät gehorchen oder nicht gehorchen wird.“
„Gewaltthätig!“ rief der falſche Kapitän,„ein gewaltthätiger Chargkter?..“


