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Canolles horchte und öffnete die Augen, als er allein war.
Er hörte nun in den Gängen und Zimmern um⸗ herlaufen; er ſah bei dem Schimmer erlöſchender Lich⸗ ter mit Musketen bewaffnete Lente in den Winkeln der Treppen ſich aufſtellen; er beobachtele, daß überall ein bedrohliches Gemurmel an die Stelle der ſtummen Furcht trat, welche einen Augenblick vorher im ganzen Schloſſe geherrſcht hatte.
Canolles legte die Hand an ſeine Pfeife und näh⸗ erte ſich einem Fenſter, durch deſſen Scheiben er wie eine wolkige Maſſe die Gipfel der großen Bäume her⸗ vortreten ſah, an deren Fuß er die zweihundert Mann, die er mitgebracht, ſich hatte in Hinterhalt legen laſſen.
„Nein,“ ſagte er,„das würde uns geradezu zur Schlacht führen, und dabei fände ich nicht meine Rech⸗ nung. Ich will lieber warten. Das Schlimmſte, was mir hiebei widerfahren kann, iſt, daß ich ermordet werde, während ich, wenn ich eile, ſie verlieren kann.“
Eanolles hatte kaum dieſe Betrachtung für ſich an⸗ geſtellt, als er eine Thüre ſich öffnen und eine neue Pecſon erſcheinen ſah.
„Die Frau Prinzeſſin iſt nicht ſichtbar,“ ſprach dieſe Perſon haſtig,„ſie liegt im Beite und hat ver⸗ boten, irgend Jemand, wer es auch ſein möchte, zu ihr zu laſſen.“.
„Wer ſeid Ihr?“ fragte Canolles, dieſe ſeltſame Perſon vom Kopf bis zum Fuße meſſend,„und wer hat Euch zu der Frechheit veranlaßt, mit einem Edel⸗ mann den Hut auf dem Kopf zu ſprechen?“
Und mit dem Ende ſeines Stockes ließ Canolles den Hut des Unbekannten ſpringen.
„Mein Herr!“ rief dieſer, ſtolz einen Schritt zu⸗ rücktretend.
„Ich habe Euch gefragt, wer Ihr wäret,“ wie⸗ derholte Canolles. 3 „Ich bin,“ antwortete jener,„wie Ihr an mei⸗


