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in ſehr übler Laune, weil ihn die Klingel im Augen⸗
blick rief, wo ſein Dienſt zu Ende war, und wo er, wie Meiſter Caſtorin, nach einem anſtrengenden Tag einen erquickenden Schlaf beginnen zu können glaubte.
„Was wollt Ihr?“ ſragte der Diener, als er Canolles gewahrte.
„Ich wünſche der Frau Prinzeſſin von Condé meine Ehrfurcht zu bezeigen.“
„Zu dieſer Stunde, mein Herr?“
„Wie, zu dieſer Stunde?“
„Ja, mir ſcheint, es iſt ſehr ſpät.“
„Was ſagt Ihr da, Burſche?“
„Doch, mein Herr!“ ſtammelte der Bediente.
„Ich wünſche nicht mehr, ich will,“ ſprach Canol⸗ les mit ſtolzem Tone.
„Ihr wollt. Nur die Frau Prinzeſſin hat hier zu gebieten.“
„Der König gebietet überall.. Befehl des Königs!“
Der Lackei bebte und ſenkte den Kopf.
„Um Vergebung,“ ſagte er zitternd,„aber ich bin nur ein armer Diener; ich kann es alſo nicht auf mich nehmen, Euch die Thüre der Frau Prinzeſſin zu öffnen; erlaubt mir, daß ich einen Kammerherrn wecke.“
„Haben die Kammerherrn im Schloſſe Chantilly die Gewohnheit, ſich um eilf Uhr ſchlafen zu legen?“
„Man hat den ganzen Tag gejagt,“ ſtammelte der Lackei.
„Das iſt richtig,“ murmelte Canolles;„ſie breu⸗ chen Zeit, um irgend Jemand als Kammerherrn zu kleiden.“
Dann fügte er laut bei:
„Es iſt gut: thut es. Ich werde warten.“
„Der Lackei lief ſpornſtreichs weg, um im Schloſſe Lärm zu ſchlagen, wo Pompeée, erſchrocken über ſein ſchlimmes Zuſammentreffen, bereits unſägliche Angſt verbreitet hatte.


