Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 4.-6. Bändchen (1846)
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Signalement geben oder einen geſchickteren Spion als ich bin gegen ſie ausſchicken ſollen.

Canolles ſteckte ſein Pfeiſchen wieder in die Taſche und hörte, wie die Riegel klirrten, wie der entfernte Donner der Carroſſen über die Brücken des Parkes rollte und das abnehmende Geräuſch eines Reiterzuges ſich nach und nach verlor; als Alles, Viſion und Lär⸗ men, verſchwunden war, ſchlich er, ohne zu bedenken, daß er ſein Leben gegen die Liebe einer Frau, das heißt gegen den Schatten des Glückes eingeſetzt hatte, in den zweiten öden Hof und ſtieg vorſichtig ſeine Treppe hinauf, welche wie das Gewölbe in die tiefſte Dunkel⸗ heit verſenkt war.

Aber wie behutſam er auch zu Werke ging, er konnte es nicht verhindern, daß er, als er in den Gang kam, an eine Perſon ſtieß, welche an ſeiner Thüre zu lauſchen ſchien und einen dumpfen Schrei des Schre⸗ ckens ausſtieß.

Wer ſeid Ihr? wer ſeid Ihr? fragte die Per⸗ ſon mit ängſtlichem Tone.

Ei, wer ſeid Ihr, der Ihr wie ein Spion an dieſer Treppe umherſchleicht? entgegnete Canolles.

Ich bin Pompée.

Der Intendant der Frau Prinzeſſin?

Ja! jal der Intendant der Frau Prinzeſfin.

Ah! das kommt vortrefflich! ſprach Canolles, ich bin Caſtorin.

Caſtorin, der Diener von Herrn Baron von

Canolles?

Er ſelbſt.

Ahl mein lieber Caſtorin, ich wette, daß ich Euch große Angſt eingejagt habe.

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a, verdammtl wenn man nicht Soldat geweſen iſt. Kann ich etwas für Euch thun? fuhr Pompee, ſeine wicht e Miene wieder annehmend, fort.

Ja.