gehorchen.“
„Biſt Du immer noch mein Lackei und mußt mir
„Gern! Und was befiehlt der gnädige Herr?“
fragte Caſtorin, inde ſtolen anzunehmen.
m er ſich entſchloß, die zwei Pi⸗
„Ich befehle Dir, daß Du, da Du zu ſchlafen
Luſt haſt, Dich aus legſt.“
nicht.“
kleideſt und Dich in mein Bett
„Wie? was ſagt der gnädige Herr? ich begreife
„Du haſt nicht nöthig, zu begreifen, ſondern zu ge⸗ horchen. Kleide Dich aus, ich will Dir helfen.“ „Wie? der gnädige Herr will mir helfen 2
„Allerdings, da
Du die Rolle des Chevalier von
Canolles ſpielen ſollſt, muß ich wohl die von Caſtorin
ſpielen.“
Und ohne die Erlaubniß ſeines Lackeien abzuwar⸗ ten, nahm ihm der Baron ſeinen Rock ab, den er an⸗
zog, ſeinen Hut, den
ehe jener von ſeinem Erſtaunen ſich erholt hatte, dop⸗
pelt ein und ging r
er auf den Kopf ſetzte, ſchloß ihn, aſch die Treppe hinab.
Canolles fing endlich an, klar in dieſem ganzen
Geheimniß zu ſehen, noch für ihn in eine
obgleich ein Theil der Ereigniſſe Wolke gehüllt blieb. Seit zwei
Stunden kam es ihm vor, als wäre nichts von dem, was er geſehen, nichts von dem, was er gehört, voll⸗ kommen natürlich geweſen. Die Haltung jedes Ein⸗ zelnen in Chantilly war abgemeſſen; alle Perſonen, die er traf, ſchienen ihm eine Rolle zu ſpielen, und dennoch
verſchmolzen die De welche dem von der
tails in eine allgemeine Harmonie, Königin abgeſchickten Wächter an⸗
deutete, daß er, wenn er nicht durch eine große My⸗ ſtification bethört werden ſollte, ſeine Aufmerkſamkeit
verdoppeln mußte.
Die Verbindung von Pompée mit dem Vicomte von Cambes erhellte viele Zweifel. Was von dieſen bei Canolles noch übrig blieb, zerſtreute ſich vollends⸗


