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1888
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„Wiederhole 14
„Ich wiederhole,“ antwortete Caſtorin mit derſel⸗ ben Ünklugheit,„daß ich den gnädigen Herrn, wenn er nicht mit mir zufrieden iſt, ſogleich von meinen Dienſten befreien werde.“
Canolles ließ Caſtorin los und nahm mit ernſter Miene ſeinen Stock. Caſtorin begriff, um was es ſich handelte.
„Gnädiger Herr!“ rief er,„bedenkt wohl, was Ihr thun wollt. Ich bin nicht mehr ein einfacher Lackei. Ich bin im Dienſte der Frau Prinzeſſin.“
„Ah, ah!“ rief Canolles, den bereits erhobenen Stock wieder ſenkend,„ah! Du biſt im Dienſte der Frau Prinzeſſin?“
„Ja, Fwädiger Herr, ſeit einer Viertelſtunde,“ ſprach Caſtorin, ſich aufrichtend.
zund wer hat Dich in ihren Dienſt aufgenom⸗ men?“
„Herr Pompée, ihr Intendant.“
2Derr Pompéee!“- 3
„Ja.“
„Ei, warum ſagteſt Du mir das nicht ſogleich?“ rief Canolles.„Ja, ja, Du haſt Recht, wenn Du mei⸗ nen Dienſt verläſſeſt, mein lieber Caſtorin; und hier ſind zwei Piſtolen, um Dich für die Schläge zu ent⸗ ſchädigen, die ich Dir zu geben im Begriffe war.“
„Oh!“ ſprach Caſtorin, der es nicht wagte, das Geld zu nehmen,„was ſoll das bedeuten? Der gnädige Herr ſpottet meiner?“
„Nein.... werde im Gegentheil Lackei der Frau Prinzeſſin, mein Freund. Nur ſage mir: wann ſollte Dein Dienſt beginnen?“
„Von dem Augenblick an, wo der gnädige Herr mir die Freiheit gegeben haben würde.“ „Wohl, ich gebe Dir die Freiheit morgen früh.“ „Und von jetzt bis morgen früh?“ Der Frauenkrieg. II. 2


