Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 1.-3. Bändchen (1845)
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habt. willigt ein, Euch zu empfangen. Wollt mir olgen.

Der Officier begriff dieſe Wendung, welche dazu diente, den Stolz der Prinzeſſinnen zu retten, und er ſchien ſo dankbar für die Gunſt, die man ihm erzeigte, als wäre dieſe Gunſt nicht durch höhern Befehl aufer⸗ legt worden. Hinter dem Kammerdiener die Gemächer durchſchreitend, gelangte er zu der Thüre des Schlaf⸗ zimmers der Prinzeſſin.

Hier wandte ſich der Kammerdiener um und ſprach:

Die Frau Prinzeſſin hat ſich bei ihrer Rückkehr von der Jagd zu Bette begeben, und da ſie ſehr müde iſt, ſo wird ſie Euch liegend empfangen. Wen ſoll ich Ihrer Hoheit melden 2

Meldet den Herrn Baron von Canolles im Auf⸗ trage Ihrer Majeſtät der Königin Regentin, erwie⸗ derte der junge Edelmann.

Bei dieſem Namen, den die angebliche Prinzeſſin von ihrem Bette aus hörte, machte ſie eine Bewe⸗ gung des Erſtaunens, welche, wenn ſie geſehen wor⸗ den wäre, ihre Identität bedeutend gefährdet haben würde. Sie ſchlug raſch mit der rechten Hand den Spitzenbeſatz ihrer Haube auf die Augen vor, während ſie mit der linken die reiche Decke ihres Bettes bis an das Kinn zog, und rief mit bebender Stimme:

Laßt ihn eintreten! 1

Der Officier trat ein.

XI.

Man führte Canolles in ein weites, mit einer düſteren Tapete ausgeſchlagenes Gemach, das nur von einer Nachtlampe beleuchtet war, welche auf einer Con⸗ ſole zwiſchen den zwei Fenſtern ſtand. Bei dem ſchwa⸗