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würde man es einem Andern übertragen haben: das
heißt, wie es mir ſcheint, genug geſagt.“
Und der Officier erhob ſein Haupt mit einer Röthe, welche eine ähnliche Röthe auf der ſtolzen Stirne der Prinzeſſin hervorrief.
Mein Herr,“ erwiederte ſie,„auf welche Rangſtufe der Geſellſchaft wir auch geſtellt ſein mögen, wir ſind, wie Ihr ſagt, Ihrer Majeſtät Gehorſam ſchuldig. Ich werde alſo das Beiſpiel, das Ihr mir gebt, beſfolgen und wir werden ihr gehorchen. Aber Ihr müßt wohl begreifen, wie hart es iſt, einen würdigen Edelmann Eurer Art nicht bei ſich aufnehmen zu können, ohne frei zu ſein, ihm nach Belieben die Ehren des Hauſes erweiſen zu können. Von dieſem Augenblicke an ſeid Ihr Herr hier. Befehlt.“
Der Officier machte eine tiefe Verbeugung vor der Prinzeſſin und ſprach:
Gott verhüte, daß ich die Entfernung, die mich von Euerer Hoheit trennt, und die Achtung vergeſſe, die ich ihrem Hauſe ſchuldig bin. Euere Hoheit wird zu befehlen fortfahren, und ich werde der erſte ihrer Die⸗ ner ſein.“
Nach dieſen Worrten entfernte ſich der junge Edel⸗ mann ohne Verlegenheit, ohne fin knechtiſches Beneh⸗ men, ohne Hochmuth, und ließ die Wittwe bewegt von einem Zorne zurück, der um ſo heftiger war, als ſie ſich nicht an einen ſo beſcheidenen und ehrfurchts⸗ vollen Boten halten konnte.
Mazarin bildete auch an dieſem Abend den Ge⸗ genſtand des Geſpräches. Der Miniſter wäre von die⸗ ſem Bettgange aus niedergeſchmettert worden, hätten Verwünſchungen die Macht zu tödten, wie Wurfgeſchoß.
Der Edelmann fand im Vorzimmer den Lackei, der ihn eingeführt hatte.
„Mein Herr,“ ſagte dieſer, ſich dem Boten nä⸗ hernd,„die Frau Prinzeſſin von Condé, von der Ihr Euch eine Audienz im Auftrage der Königin erbeten


