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Boten erkannt hätte, wäre er unter dem Vorwande, ihm Geſellſchaft zu leiſten, eingetreten und hätte ihn angeredet, um ihn zu unterhalten und um Zeit zu gewinnen.
Aber Keiner kannte denjenigen, welchen gut auf⸗ zunehmen man ein ſo großes Intereſſe hatte. Es war ein hübſcher junger Mann in Infanterie⸗Uniform; er betrachtete mit einer Gleichgültigkeit, welche man leicht für einen Widerwillen gegen ſeine Senrung hätte hal⸗ ten können, die Familienporträts und die Ausſtattung des Cabinets, wobei er beſonders vor dem im glän⸗ zendſten Augenblick ihrer Schönheit und Jugend gemal⸗ ten Porträt der Wittwe ſlehen blieb, bei der er ein⸗ geführt werden ſollte. 4 * Seinem Verſprechen getreu, ſuchte der Kamerdiener nach Verlauf von wenigen Minuten den Boten wieder auf, um ihn zu der Prinzeſſin Wittwe zu führen.
Charlotte von Montmorency hatte ſich aufrecht ge⸗ ſetzt: ihr Arzt Bourdelot verließ ſo eben ihr Lager; er begegnete dem Officier auf der Schwelle und machte ihm eine ſehr ceremoniöſe Verbeugung, die der Officier auf dieſelbe Weiſe erwiederte.
Als die Prinzeſfin die Tritte des Beſuches und die Worte hörte, dieer mit dem Arzte wechſelte, machte ſie ein raſches Zeichen gegen den Bettgang, und der Vorhang mit den ſchweren Franſen, der das Bett mit Ausnahme der Seite umhüllte, welche die Prinzeifin geöffnet hatte, um den Beſuch zu empfangen, bewegte ſich ein paar Sekunden lang unmerklich.
In dem Bettgange der Prinzeſſin befanden ſich wirklich die junge Prinzeſſin von Condé, welche durch eine geheime, in dem Täfelwerk angebrachte Thüre ein⸗ getreten war, und Lenet, den es drängte, ſchon am An⸗ fang der Unterredung zu erfahren, was der Bote des Rönis bei den Prinzeſſinnen in Chantilly machen
önnte..
Der Officier trat drei Schritte in das Zimmer
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