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„Zu der Frau Prinzeſſin Wittwe von Condé, ſo⸗ dann zu der Frau Prinzeſſin und endlich zu dem Herrn Herzog von Enghien.“
Man darf nicht herein,“ ſprach der Hellebardier und ſtreckte ſeine Hellebarde quer vor.
„Befehl des Königs,“ erwiederte der Reiter und zog ein Papier aus ſeiner Taſche.
Bei dieſen furchtbaren Worten ſenkte ſich die Hel⸗ lebarde, die Schildwache rief, ein Offizier des Hauſes lief herbei, der Bote übergab ſein Beglaubigungsſchreiben und wurde ungeſäumt in die fürſtlichen Gemächer ein⸗ geführt.
Zum Glücke war Chantilly groß und die Gemä⸗ cher der Frau Herzogin Wtiwe lagen fern von der Gallerie, wo die letzten Scinen des lärmenden Ban⸗ ketts vorfielen, deſſen erſten Theil wir ſkizzirt haben.
Hätte der Bote zuerſt vie Frau Prinzeſſin und ihren Sohn zu ſehen verlangt, ſo wäre wirklich Alles verloren geweſen. Aber der Etiquetie gemäß mußte er vorher die Frau Prinzeſſin Mutter begrüßen. Der erſte Kammerdiener ließ ihn alſo in ein großes, an das Schlafgemach Ihrer Hoheit anſtoßendes, Cabinet ein⸗
zum dritten Male zur Ader gelaſſen. Ich will ihr Euere Ankunft melden und werde in einer Minute die Ehre haben, Euch einzuführen.“
Der Bote machte ein einwilligendes Zeichen mit dem Kopfe und blieb allein, ohne wahrzunehmen, daß durch das Schlüſſelloch drei Köpfe hinter einander neu⸗ gierig ſein Benehmen belauerten und ihn zu erkennen ſuchten. 1
Es war zuerſt Lenet; dann Vialas, der Stallmei⸗ ſter des Prinzen, und endlich La Rouſſière, der Kapi⸗ tän der Jagden. Falls der Eine oder der Andere den


