Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 1.-3. Bändchen (1845)
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Was?.

Wir müſſen den Herrn Herzog von Enghien ſo⸗ gleich auskleiden und Pierrot ſeine Kleider anziehen laſſen.

Aber ich will nicht, daß man mir meine Kleider auszieht, um ſie Pierrot zu geben! rief der junge Prinz, bereit, ſchon bei dieſem Gedanken allein in Thrä⸗ nen zu zerfließen, während Pierrot im Uebermaße ſei⸗ ner Freude unrichtig gehört zu haben befürchtete.

Es muß ſein, Monſeigneur, ſprach Lenet mit dem mächtigen Tone, den man bei ernſten Gelegen⸗ heiten findet, und der ſelbſt auf ein Kind Eindruck zu machen im Stande iſt, oder man wird im Augenblick Euch und Eure Mama in daſſelbe Gefängniß führen, in welchem der Prinz, Euer Vater, eingeſperrt iſt.

Der Herzog von Enghien ſchwieg, während Pier⸗ rot im Gegentheil, unfähig, ſeine Gefühle zu bemei⸗ ſtern, ſich einem unſäglichen Ausbruche der Freude und des Stolzes überließ. Man fuhrte Beide in einen Saal in der Nähe der Kapelle, wo die Metamorphoſe vor ſich gehen ſollte.

Zum Glück, ſprach Lenet,zum Glück iſt die Frau Wittwe hier, ſonſt wären wir von Mazarin ge⸗ ſchlagen.

Warum dies?

Weil der Bote mit einem Beſuche bei der Frau Wittwe anfangen mußte, in deren Vorzimmer er ſich in dieſem Augenblicke befindet.

Aber dieſer Bote des Königs iſt ohne Zweifel nur ein Aufſeher, ein Spion, den uns der Hof ſchickt?

Eure Hoheit hat es geſagt.

Dann hat er den Befehl, uns ſtreng zu be⸗ wachen.

Ja, aber was iſt Euch daran gelegen, wenn er nicht Euch bewacht!

Ich begreife Euch nicht, Lenet.

Lenet lächelte,