Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 1.-3. Bändchen (1845)
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er in dem Gewande reiſen, in welchem er auf der Jagd geweſen war, in Betracht, daß man noch nicht Zeit gehabt hatte, ihm noch ein anderes machen zu laſſen. Sein Stallmeiſter Vialas ſollte ſich beſtändig am Kutſchenſchlage halten und den Schimmel reiten, der ein Vollblutrenner war, um ihn auf ſeinen kleinen Sattel zu nehmen und im Galopp fortzuführen, wenn es nöthig wäre. Anfangs befürchtete man, er würde einſchlafen, und ließ Pierrot kommen, um mit ihm zu ſpielen: aber dieſe Vorſichtsmaßregel war unnöthig; der Stolz, ſich in Männerkleidern zu ſehen, hielt ihn wach.

Die Wagen, welche man insgeheim angeſpannt hatte, als ſollten ſie die Frau Vicomteſſe von Cambes nach Paris bringen, wurden unter eine dunkle Allee von Kaſtanienbäumen geführt, wo man ſie unmög⸗ lich wahrnehmen konnte, und wo fie mit geöffneten Schlägen und die Kutſcher auf den Sitzen nur zwanzig Schritte von dem Hauptgitter ſtille ſanden. Man war⸗ tete nur noch auf das Signal, das eine Fanfare von Hörnern geben ſollte. Die Augen auf die Pendeluhr gerichtet, welche zehn Uhr weniger fünf Minuten be⸗ zeichnete, ſtand die Frau Prinzeſſin bereits auf und ging auf den Herrn Herzog von Enghien zu, um ihn bei der Hand zu nehmen, als ſich plötzlich die Thüre öffnete und Lenet mehr in das Zimmer ſtürzte, als eintrat.

Sobald die Frau Prinzeſſin ſein bleiches Geſicht und ſeinen verſtörten Blick wahrnahm, erbleichte ſie ebenfalls.

Ohl mein Gott, ſagte ſie, ihm entgegengehend, was habt Ihr, was gibt es?

Ich habe, ſtammelte Lenet mit einer von der Aufregung zuſammengepreßten Stimme,daß ein Edel⸗ mann angekommen iſt.... und Euch im Auftrag des Königs zu ſprechen verlangt.

Großer Gott! rief die Frau Prinzeſſin,wir find verloren! Mein lieber Lenet, was iſt zu thun?

Nur Eines.