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„Zehntauſend Livres!“
„Ja. Ich bedarf wohl einiger Vorſchüſſe, um meine Leute zu bewaffnen und zu equipiren.“
„In der That, das iſt nicht zu viel.“
„Ihr willigt alſo ein?“
„Der Handel iſt abgeſchloſſen.“
Lenet zog ein unterzeichnetes Patent hervor, füllte es mit den Namen aus, die ihm der junge Mann nannte, fügte das Siegel der Frau Prinzefſin bei und übergab es Cauvignac. Dann öffnete er, an eine geheime Feder drückend, eine Art von Kaſſe, worin der Schatz des Rebellenheeres verſchloſſen war, und nahm zehntauſend Livres in Gold daraus, die er in Häufchen von je zwanzig Louisd'or an einander reihte. Cauvignac zählte ſie ſehr genau und machte bei dem letzten Lenet ein Zeichen, daß das Blanquett ihm gehöre. Lenet nahm daſſelbe und verſchloß es in der Kaſſe, denn er dachte ohne Zweifel, ein ſo koſtbares Papier könnte nicht ſorgfältig genug aufbewahrt werden.
In dem Augenblick, wo Lenet in die Taſche ſeines Wammſes den Schlüſſel der Kaſſe ſteckte, trat ein athem⸗ loſer Diener ein und meldete, man verlange nach ihm in einer höchſt wicktigen Angelegenheit.
Lenet und Cauvignac verließen das Cabinet, Le⸗ net um dem Diener zu folgen, Cauvignac, um in den Bankettſaal zurückzukehren.
Mittlerweile traf die Frau Prinzeſſin ihre Vorbe⸗ reitungen zur Abreiſe, welche darin beſtanden, daß ſie ihr Staatsgewand gegen ein Amazonenkleid vertauſchte, das zugleich für den Wagen und für das Pferd gut war, daß ſie ihre Papiere auslas, um die unnöthigen zu verbrennen und die koſtbaren mitzunehmen, daß ſie ihre Diamanten, welche ſie aus der Faſſung hatte brechen laſſen, damit ſie weniger Platz einnähmen, zu⸗ ſammen legte, um bei dringender Gelegenheit Gebrauch davon zu machen..
Was den Herzog von Enghien betrifft, ſo ſollte


