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Scene im Saale und dem Bankeit in der Gallerie, wo⸗ bei ſie nur Eines wegließ, das Wort, welches ihr Le⸗ net in dem Augenblick, als ſie ſich von der Tafel er⸗ hob, zugeflüſtert hatte:
„Eure Hoheit wolle nicht vergeſſen, daß wir um zehn Uhr aufbrechen.“
Es war bald neun Uhr. Die Frau Prinzeſſin be⸗ gann ihre Vorkehrungen.
Während dieſer Zeit wechſelten Lenet und Cauvignac einen Blick. Lenet ſtand auf, Cauvignac that daſſelbe; Le⸗ net entfernte ſich durch eine kleine Thüre in der Ecke der Gal⸗ lerie, Cauvignac begriff das Manoeuvre und folgte ihm.
Lenet führte Cauvignac in ſein Cabinet: der Aben⸗ teurer marſchirte mit ſorgloſer Miene hinter ihm. Aber während er ging, ſpielte ſeine Hand nachläßig mit dem Griffe eines langen Dolches, der in ſeinem Gürtel ſtack, und ſein raſches, glühendes Auge durchforſchte die halbgeöffneten Thüren und die flatternden Vorhänge.
Er befürchtete nicht gerade, man würde ihn ver⸗ rathen, aber es war ſein Grundſatz, ſtets gegen den Verrath auf der Hut zu ſein.
Sobald Lenet in dem durch eine Lampe hell be⸗ leuchteten Cabinet war, bezeichnete er Cauvignac mit der Hand einen Stuhl. Caupignac ſetzte ſich an eine Seite des Tiſches, worauf die Lampe brannte, und Le⸗
net an die andere.
„Mein Herr,“ ſagte Lenet, um mit einem Schlage das Vertrauen von Cauvignac zu gewinnen,„ich gebe Euch hier vor Allem Euer Blanquett zurück. Es ge⸗ hört wohl Euch, nicht wahr 2
„Mein Herr,“ antwortete Cauvignac,„es gehört demjenigen, welcher es beſitzt, da, wie Ihr ſehen könnt, kein anderer Name darauf ſteht, als der des Herzogs von Epernon.“
„Wenn ich Euch frage, ob es Euch gehöre, ſo
frage ich, ob Ihr es mit der Bewilligung des Herrn
Herzogs von Epernon beſitzet?“ Der Frauenkrieg. 1I. 14


