Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 1.-3. Bändchen (1845)
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Auf die Aufforderung von Lenet machte er zwei Schritte vorwärts, verbeugte ſich mit unendlich anmaßlicher Grazie und ſprach:

Madame, ich heiße Roland von Cauvignac und bringe für den Dienſt Eurer Hoheit dieſe fünf Edel⸗ leute, welche den erſten Famlien der Guienne ange⸗ hören, aber das Incognito zu bewahren wünſchen.

Ihr ſeid wohl nicht nach Chantilly gekommen, ohne von irgend Jemand empfohlen worden zu ſein, meine Herren, ſagte die Prinzeſſin, bewegt durch den furchtbaren Lärmen, welcher durch die Feſtnahme die⸗ ſer ſechs verdächtigen Menſchen entſtehen ſollte.Wo iſt Euer Beglaubigungsſchreiben?

Cauvignac verbeugte ſich wie ein Menſch, ver die Richtigkeit einer Forderung anerkennt, durchwühlte ſein Wamms und zog ein viereckig zuſammengefaltetes Pa⸗ pier daraus hervor, das er Lenet mit der tiefſten Ver⸗ beugung übergab..

Lenet öffnete, las, und der freudigſte Ausdruck ent⸗ runzelte ſein von einer ganz natürlichen Furcht zuſam⸗ mengezogenes Geſicht.

Während Lenet las, ließ Cauvignac einen trium⸗ phirenden Blick auf den Amweſenden umherlaufen.

Madame, ſagte Lenet, ſich an das Ohr der Prinzeſſin neigend,ſchaut, welch ein Glück, ein Blan⸗ quett von Herrn von Epernon!

Mein Herr, rief die Prinzeſſin mit dem an⸗ muthigſten Lächeln,Dank, dreifachen Dank für meinen Gemahl, Dank für mich, Dank für meinen Sohn!

Das Erſtaunen machte alle Zuſchauer ſtumm.

Mein Herr, ſprach Lenet,dieſe Schrift iſt zu koſtbar, als daß es Eure Abſicht ſein kann, ſie uns ohne Bedingung abzutreten. Dieſen Abend nach dem Eſſen bereden wir uns darüber, wenn es Euch gefäl⸗ lig iſt, und Ihr werdet uns ſagen, wie wir Euch an⸗ genehm ſein können.

Hienach ſieckte Lenet das Blanquett ein, welches