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Duras,“ ſprach nun ein dritter Edelmann.„Ich komme ohne Freunde und ohne Geld, reich und ſtark durch mein Schwert allein, mit welchem ich mir einen Weg durch die Feinde gebahnt habe, denn ich war in Belle⸗ garde belagert. Hier iſt mein Beglaubigungsſchreiben, unterzeichnet von dem Herrn Vicomte von Turenne.“
„Kommt, kommt, mein Herr,“ rief die Frau Prinzeſſin, indem ſie mit einer Hand das Beglaubi⸗ gungsſchreiben nahm und ihm die andere zum Kuſſe reichte.„Kommt, und haltet Euch an meiner Seite, ich mache Euch zu einem meiner Brigadiers.“
Das Beiſpiel wurde von allen Edelleuten nachge⸗ ahmt: jeder kam mit einem Beglaubigungsſchreiben ent⸗ weder von Herrn von Larochefoucault, oder von Herrnvon Bouillon, oder von Herrn von Turenne, übergab den Brief und ging zur Rechten der Prinzeſſin. Als die rechte Seite voll war, ließ die Prinzeſſin zur Linken gehen.
So entleerte ſich der Hintergrund des Saales all⸗ mählig. Bald blieben nur noch Cauvignac und ſeine Sbirren, eine einſame Gruppe bildend, nach welcher Jeder mißtrauiſch murmelnd einen Blick des Zornes und der Drohung richtete.
Lenet ſchaute nach der Thüre. Die Thüre war wohl verſchloſſen. Er wußte, daß ſich hinter derſel⸗ ben der Kapitän mit zwölf bewaffneten Leuten hielt. Dann ſein Auge wieder auf die Unbekannten lenkend, fragte er:
„Und wer ſeid Ihr, meine Herren? Werdet Ihr uns die Ehre erweiſen, Euch zu nennen und uns Eure Beglaubigungsſchreiben zu zeigen?“ 3
Der Anfang der Scene, deren Ausgang ihn bei ſeinem bekannten Verſtande bedeutend beunruhigte, hatte einen Schatten der Bangigkeit auf das Geſicht von Ferguzon geworfen, und dieſe Bangigkeit theilte ſich ſachte ſeinen Gefährten mit, welche wie Lenet nach der Thüre ſchauten. Aber majeſtätiſch in ſeinen Mantel drapirt, war ihr Führer völlig unempfindlich geblieben.


