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gen Menſchen nicht bemerkt worden wäre. Dieſe Licht⸗ verſtärkung erlaubte wahrzunehmen, einmal, daß die Blicke der Spione ſich abwechſelnd dem Eingange des Dorfes und dem kleinen Hauſe mit den funkelnden Fenſterſcheiben zuwandten; dann, daß die grauen Ka⸗ ſaken die größte Achtung vor der weißen Feder zu ha⸗ ben ſchienen, mit der ſie nur mit entblößtem Haupte ſprachen, und endlich, daß eine Frau, als ſich eines von den erleuchteten Fenſtern öffnete, auf dem Balcon er⸗ ſchien, ſich einen Augenblick vorbeugte, als ob ſie ebenfalls Jemand erwartete, und dann, ohne Zweifel aus Furcht geſehen zu werden, wieder zurückkehrte.
Zu gleicher Zeit ſenkte ſich die Sonne hinter den Bergen, und je mehr ſie ſich ſenkte, deſto mehr ſchien das Erdgeſchoß des Hauſes in den Schatten zu fallen, und die Fenſter allmählig verlaſſend, ſtieg das Licht auf das Schieferdach und verſchwand endlich, nachdem es noch einen Augenblick auf einem Bündel vergoldeter Pfeile geſpielt hatte, welche die Wetterfahne bildeten.
Für jeden verſtändigen Geiſt gab es hier hinrei⸗ chend Andeutung, und auf dieſe Andeutung konnte man, wenn nicht Gewißheiten, doch wenigſtens Wahrſchein⸗ lichkeiten gründen.
Es unterlag kaum einem Zweifel, daß dieſe Men⸗ ſchen das kleine vereinzelte Haus bewachten, auf deſ⸗ ſen Balcon ſich einen Augenblick eine Frau gezeigt hatte. Es unterlag kaum einem Zweifel, daß dieſe Frau und dieſe Männer eine und dieſelbe Perſon, aber in verſchiedenen Abſichten, erwarteten. Es war ferner wahrſcheinlich, daß dieſe Perſon durch das Dorf und folglich vor dem Gaſthauſe vorüberkommen mußte, das auf halbem Wege zwiſchen dem Dorfe und dem Gehölze lag, wie das Gehölze halbwegs des Gaſt⸗ hofes und des berührten kleinen Hauſes war. Es er⸗ ſchien endlich unzweifelhaft, daß der Reiter mit der weißen Feder der Anführer der Reiter mit den grauen Kaſaken war, und daß derfelbe aus dem Eifer zu
Der Frauenkrieg. 1. 3


