Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 1.-3. Bändchen (1845)
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„Nichts. Nun eine Frage: was werdet Ihr mit dem Blanquett machen, das Ihr von mir fordert?“ „Der Teufel ſoll mich holen, wenn ich einen Ent⸗ 4 ſchluß hierüber gefaßt habe. Ich forderte ein Blan⸗ quett, weil es die bequemſte, die tragbarſte, die ela⸗

ſtiſcſſte Sache der Welt iſt. Wahrſcheinlich werde ich es für irgend einen außerordentlichen Umſtand aufbe⸗ wahren; möglicher Weiſe verſchleudere ich es auch für die nächſte beſte Laune, die mir in den Kopf kommt;

vielleicht lege ich es Euch ſchon vor dem Ende dieſer Woche vor; vielleicht gelangt es auch erſt in drei bis vier Monaten mit einem Dutzend von Indoſſenten

wie ein in den Handel geworfener Wechſel zu Euch.

Aber ſeid unbeſorgt, jedenfalls werde ich es nicht zu etwas mißbrauchen, worüber wir, Ihr und ich, zu erröthen haben. Man iſt im Ganzen Edelmann.“

„Ihr ſeid Edelmann?“ 3 „Ja, mein Herr, und zwar einer von den beſten.“ 4

„Dann laſſe ich ihn rädern,“ murmelte der Unbe⸗

kannte;„dazu ſoll ihm ſein Blanquett nützen.“

3„Seid Ihr entſchloſſen, mir das Blanquett zu ge⸗ ben?“ fragte Cauvignac.

„Ich muß wohl,“ antwortete der alte Edel⸗ mann

„Ich nöthige Euch nicht, wohl verſtanden. Es iſt ein Tauſch, den ich Euch vorſchlage. Behaltet Euer Papier und ich behalte das meinige.“

„Den Brief?“

„Das Blanquett?“

Und er ſtreckte mit einer Hand den Brief aus, während er mit der andern eine Piſtole ſpannte.

„Laßt Eure Piſtole in Ruhe,“ ſprach der Fremde und öffnete ſeinen Mantel,„denn ich habe auch Pi⸗ ſtolen, und zwar ebenfalls geſpannte.“ „Hier iſt Euer Brief.“