Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 1.-3. Bändchen (1845)
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konnten uns alſo im Namen des Prinzen alles Geldes bemächtigen, das er bei ſich führte, und eben ſo auch der Correſpondenz, die man ihm übergeben hatte. Ich gab das Geld meinen Soldaten, welche, wie Ihr ſehr richtig bemerktet, deſſelben bedurften, um ſich neu zu equipiren, und behielt die Papiere, dieſes unter an⸗ deren. Es ſcheint, der brave Einnehmer diente Fräu⸗ lein von Lartigues als galanter Mercur.“ „In der That,“ murmelte der alte Edelmann,„es war, wenn ich mich nicht täuſche, eine Creatur von Nanon: und was iſt aus dieſem Elenden geworden?“ „Ah, Ihr ſollt ſehen, ob wir wohl gethan haben, dieſen Elenden, wie Ihr ihn nennt, in das Waſſer zu tauchen; ohne dies hätte er ſicherlich die ganze Erde in Aufruhr gebracht; denn denkt Euch, als wir ihn aus dem Fluſſe zogen, war er, obgleich er kaum eine Viertelſtunde darin verweilt hatte, vor Wuth ge⸗ ſtorben.“ „Und Ihr habt ihn ohne Zweifel abermals hinein⸗ getaucht?“ „Wie Ihr ſagt.“ „Aber wenn der Bote ertränkt worden iſt?“ „Ich habe nicht geſagt, er wäre ertränkt worden.“ „Streiten wir nicht über Worte: wenn der Bote todt iſt...“ „Ah, was das betrifft, ja wohl.“ 1 „So wird Herr von Canolles nicht in Kenntniß geſetzt worden ſein und folglich nicht zu dem Rendez⸗ vous kommen?“ Oh! nur Geduld, ich führe den Krieg gegen die Mächte und nicht mit Privatleuten. Herr von Ca⸗ nolles hat ein Duplikat von dem Briefe bekommen, der ihm Rendezvous gab. Nur glaubte ich, die eigene Handſchrift hätte einigen Werth und behielt ſie.“ „Was wird er denken, wenn er die Handſchrift nicht erkennt?“