Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 1.-3. Bändchen (1845)
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Herr Herzog von Orleans führt Krieg für Fräulein Soyon; das Parlament führt Krieg für das Volk; endlich hat man Herrn von Condé, der für Frankreich Krieg führte, in das Gefängniß geſteckt. Da ich nun wenig dabei gewinnen würde, wenn ich für die Köni⸗ gin, für den König, für den Herrn Coadjutor, für Herrn von Beaufort, für Frau von Montbazon, für Frau von Longueville, für Fräulein Soyon, für das Volk oder für Frankreich Krieg führte, ſo kam mir der Gedanke, keine Partei zu erwählen, ſondern der⸗ jenigen zu folgen, zu welcher ich mich für den Augen⸗ blick hingezogen fühle. Alles iſt daher bei mir eine Angelegenheit des Augenblicks. Was ſagt Ihr zu die⸗ ſem Gedanken?

Er iſt ſehr geiſtreich.

Ich ſammelte dem zufolge eine Armee; Ihr ſeht ſie am Ufer der Dordogne aufgeſtellt.

Fünf Mann, den Teufel!

Es iſt einer mehr, als Ihr ſelbſt habt, es wäre alſo ſehr Unrecht von Euch, ſie zu verachten.

Aeußerſt ſchlecht gekleidet, fuhr der alte Edel⸗ mann fort, welcher ſehr übler Laune und folglich im Zuge des Herabſetzens war.

Es iſt wahr, ſprach der Andere,ſie gleichen ſehr den Gefährten von Falſtaff. Falſtaff iſt einer von meinen Bekannten, ein engliſcher Edelmann; aber dieſen Abend bekommen ſie neue Kleider, und wenn Ihr ſie morgen wieder trefft, werdet Ihr ſehen, daß es wirklich hübſche Burſche find.

Kommen wir auf Euch zurück; ich habe nichts mit Euren Leuten zu thun. 3 Nun wohl, indeß wir Krieg auf meine Rech⸗

nung führten, begegneten wir dem Einnehmer des

Bezirkes, welcher, den Beutel Seiner Majeſtät füllend, von Dorf zu Dorf ging. So lange nur noch eine einzige Steuer einzuziehen übrig blieb, gaben wir ihm

ein treues Geleite, und als ich ſeinen Sack ſo dick wer⸗ 4