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„Nichts, mein Herr; ich hätte beinahe das Gleich⸗ gewicht verloren. Aber ich glaube, Ihr erwieſet mir die Ehre, das Wort an mich zu richten; was ſagtet Ihr?
„Ich fragte, warum Ihr verlarvt wäret?“ 4
„Die Frage iſt freimüthig und ich beantworte ſie mit derſelben Freimüthigkeit: ich habe mich verlarvt, um mein Geſicht zu verbergen.“
„Ich kenne es alſo?“
„Ich glaube nicht; aber hättet Ihr es einmal ge⸗ ſehen, ſo könntet Ihr es ſpäter wiedererkennen, was, wenigſtens meiner Meinung nach, völlig unnütz iſt.“
„Ihr ſeid offen, mein Herr.“
„Ja, wenn mir meine Offenheit keinen Schaden bringen kann.“
„Und dieſe Offenherzigkeit geht ſo weit, daß Ihr die Geheimniſſe Anderer enthüllt?“
4„Za, wenn mir dieſe Enthüllung etwas einbringen ann.
„Ihr treibt ein ſonderbares Geſchäft.“
.„Den Teufel, man thut, was man kann, mein Herr. Ich bin nach und nach Advocat, Arzt, Soldat und Parteigänger geweſen. Ihr ſeht, daß es mir nicht an Gewerben fehlt.“
„Und was ſeid Ihr gegenwärtig?“
„Ich bin Euer Diener,“ ſprach der junge Mann
und verbeugte ſich mit geheuchelter Ehrfurcht.
„Habt Ihr den fraglichen Brief?“ „Habt Ihr das verlangte Blanquett?“ „Hier iſt es.“
„Wollen wir austauſchen?“
„Noch einen Augenblick, mein Herr; Euere Rede gefällt mir, und ich wünſchte dieſes Vergnügen nicht ſobald zu verlieren.“
„Meine Rede gehört, wie ich ſelbſt, ganz Euch; plaudern wir alſo, wenn es Euch angenehm iſt.“ „Wollt Ihr, daß ich in Euern Nachen hinüber⸗


