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ſchaft auf dem Schilde geleſen hatte, wie er jetzt auch
die Identität auf dem Geſichte des Eigenthümers las. „Was bewaffnete Leute betrifft, mein Herr,“ ant⸗ wortete er nach kurzem Nachdenken,„ſo habe ich nur einen Edelmann und ſeinen Stallmeiſter geſehen. Beide hielten vor ungefähr einer Stunde bei mir an.“ „Ah, ahl“ ſprach der Fremde, das Kinn eines bartloſen und dennoch bereits männlichen Geſichtes ſtreichelnd,„ah, ah! ein Edelmann und ſein Stall⸗ meiſter befinden ſich in Eurem Wirthshauſe, und Beide
bewaffnet, behauptet Ihr?“
„Mein Gott, ja, mein Herr. Soll ich dieſem Edelmann ſagen laſſen, daß Ihr ihn zu ſprechen wünſcht?“.
„Iſt dies aber auch ſchicklich?“ verſetzte der Fremde. „Einen Unbekannten ſtören, hieße vielleicht gar ſich zu vertraulich benehmen, beſonders wenn dieſer Unbe⸗ kannte von Stande iſt. Nein, nein, Meiſter Biscar⸗ ros, habt nur die Güte, mir denſelben zu ſchildern, kder vielmehr mir ihn zu zeigen, ohne daß er mich
eht.“
„Euch denſelben zeigen, iſt ſchwierig, mein Herr, in Betracht, daß er ſich ſelbſt zu verbergen ſcheint; denn er ſchloß ſein Fenſter in dem Augenblick, wo Ihr und Eure Gefährten auf der Straße ſichtbar wurdet; Euch denſelben ſchildern, iſt viel leichter. Es iſt ein kleiner, blonder, zarter junger Menſch, kaum ſechzehn Jahre alt, und ſcheint gerade nur die Kraft zu haben, um den Hofdegen zu tragen, der an ſeinem Wehrgehänge befeſtigt iſt.“
Die Stirne des Fremden faltete ſich unter dem
Schatten einer Erinnerung.
3„Sehr gut,“ ſprach er,„ich weiß, was Ihr ſa⸗ gen wollt: ein junger Menſch, blond, von weibiſchem Ausſehen, auf einem Barber reitend und gefolgt von einem alten Stallmeiſter, der ſo ſteif iſt, wie der Piquebube. Das iſt es nicht, was ich ſuche.“
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