Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 1.-3. Bändchen (1845)
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trieb, in ihren kleinſten Einzelnheiten ſelbſt zu beſorgen gewohnt war.

Der Tag neigte ſich alſo. Die Gewäſſer der Dor⸗ dogne, welche in einer von den gekrümmten Abſchwei⸗ fungen, die ihren Lauf bezeichnen, ſich ungefähr eine Viertelmeile von der Straße entfernt hielten, um an dem Fuße des kleinen Fort Vapres hinzuſtrömen, fin⸗ gen an unter dem dunkeln Laubwerk weiß zu werden. Ein ruhiger, ſchwermüthiger Charakter verbreitete ſich mit der Abendluft über der Landſchaft. Die Arbeiter verharrten bei ihren ausgeſpannten Pferden, die Fi⸗ ſcher bei ihren triefenden Netzen; das Geräuſch des Dorfes erſtarb und nach dem Schalle des letzten Ham⸗ merſchlages, der den arbeitſamen Tag ſchloß, ließ ſich der erſte Geſang der Nachtigall in einem nahen Ge⸗ ſträuche vernehmen.

Bei den erſten Noten, welche der Kehle des ge⸗ fiederten Muſikers entſtiegen, ſing Meiſter Biscarros ebenfalls an zu ſingen, ohne Zweifel um die Nachti⸗ gall zu begleiten. Die Folge dieſer harmoniſchen Ne⸗ denbuhlerſchaft und der Aufmerkſamkeit, welche der Wirth ſeiner Arbeit ſchenkte, war, daß er eine Truppe beſtehend aus ſechs Reitern nicht bemerkte, die am Ende des Dorfes Matifou erſchien und nach ſeinem Gaſthauſe vorrückte.

Aber ein Ausruf, der aus einem Fenſter des er⸗ ſten Stockes kam, die ſchnelle, geräuſchvolle Bewegung, mit der dieſes Fenſter geſchloſſen wurde, bewirkte, daß der würdige Gaſtwirth ſeine Naſe in die Höhe ſtreckte. Er ſah nun den Reiter, welcher an der Spitze ſeiner Truppe unmittelbar auf ihn zumarſchirte.

Unmittelbar iſt nicht ganz das richtige Wort, und 3 wir beeilen uns, es zurückzunehmen; denn dieſer Mann

hielt von zwanzig zu zwanzig Schritten an, warf nach rechts und links beobachtende Blicke und erforſchte mit dem Auge Fußpfade, Bäume und Gehölze. Dabei hielt er mit der einen Hand eine Muskete auf ſeinem