„Ja, und dann ſprach er von einem kleinen Hauſe in England, von Blumen in einem Garten, von Boulogne, von einem Hochzeitkleide, und dann von einem Leichentuche, welches Sie ſtickten, damit Sie Beide darin begraben würden.“
„Ach, das iſt die Wahrheit,“ ſagte Cäcilie.
„Vom erſten Augenblicke an ſah ich, daß er ver⸗ loren ſei; ich habe gar Viele an dieſer Krankheit ſterben ſehen. Das gelbe Fieber verſchont nicht, und da er damit behaftet war, ſo wollte ihn Niemand pflegen; man hätte glauben ſollen, der arme Junge habe die Peſt. Vorwärts, ſagte ich damals zu mir, vorwärts, Samuel, in der Noth erkennt man ſeine Freunde. Dich geht es vor Allen an. Ich ſuchte den Capitän auf und fagte zu ihm:„„Capitän, Sie müſ⸗ ſen Jemand an meine Stelle am Steuerruder com⸗ mandiren, mein Poſten iſt gegenwärtig am Bett des Herrn Heinrich, und den werde ich nicht verlaſſen, bis er geſtorben ſein wird.““
„Gut, Samuel,“ ſagte Cäcilie, indem ſie eine der rauhen Hände des Matroſen in die ihrige nahm, während die andere Hand deſſelben fortfuhr, das Steuerruder zu berühren.
„„Der Capitän machte einige Schwierigkeiten, denn wenn ich das gelbe Fieber bekommen würde, ſo hatte er Furcht für mich, nnd er vertraute auf mich als Piloten. Allein ich ſagte ihm: Capitän, wir ha⸗ ben die Wendekreiſe paſſirt, und jetzt würde Sie ein Kind mit verbundenen Augen nach Plymouth führen. Aber wenn ich von der Krankheit befallen werden und ſierben ſollte, ſo finden Sie in meinem Sacke drei⸗ tauſend Franken, welche mir Herr Heinrich gegeben hat, und hievon geben Sie die Hälfte meiner armen Mutter und die andere meiner Jenny.““„„Nun, gut, mein Knabe,““ ſagte er dann,„„gehe hin und thue,
was Du thun zu müſſen glaubſt; ſei ruhig, dort oben
wohnt ein guter Gott.“ℳ


