„Endlich!“ ſagte das junge Mädchen, und ein melancholiſches Lächeln umzog ihre Lippen, dann, in⸗ dem ſie ihren Blick, der eine Minute in die Ferne ge⸗ ſchweift, auf den Lootſen richtete, ſagte ſie:„Sie ha⸗ ben mir verſprochen, mir den Platz anzuzeigen, wo Heinrichs Körper in das Meer geworfen wurde.“
„Ja, mein Fräulein, und ich werde auch mein or halten, wenn der Augenblick gekommen ſein wird.“
„Sind wir noch weit von dieſer Stelle ent⸗ fernt?“.
„Wir können ohngefähr noch vierzig Meilen da⸗ von ſein.“
Alſo werden wir in vier Stunden dahin kom⸗ men?“
„Gewiß; man ſollte glauben, daß das Schiff ſei⸗ nen Weg wiſſe und nicht auf zehn Schritte davon ab⸗
weichen wolle.“
„Und Sie ſind ſicher, daß Sie ſich nicht täu⸗ ſchen?“
„Gewiß, mein Fräulein; die erſte Inſel bildete mit der zweiten einen Winkel, und da die Nacht ſchön iſt, ſo können Sie vollkommen ruhig ſein, daß ich den Platz wieder erkennen werde.“
„Gut alſo, Samuel,“ ſagte das junge Mädchen, „eine halbe Stunde früher, als wir dahin kommen, werden Sie mich rufen.“
1 ſe730 verſpreche es Ihnen,“ erwiederte der Ma⸗ roſe.
Das junge Mädchen grüßte Samuel durch ein Neigen des Kopfes, ging die Treppe hinab und in das Zimmer Nro. 5, in welchem ſie ſich einſchloß.
Eine Stunde, nachdem das junge Mädchen das Verdeck verlaſſen hatte, läutete die Glocke zum Mittag⸗ eſſen; alle Paſſagiere gingen nun in den Speiſeſaal hinab, aber Cäcilie erſchien nicht. Da ſie ſelten an
der Tafel ſich ſehen ließ, ſo bemerkte man ihre Ab⸗
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