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„Unſer kleines Vermögen iſt erſchöpft und Heinrich
iſt noch nicht zurück.“ 5 „O, er wird zur zurückkommen.“
„Aber was wer beginnen?...
Die Marquiſe betra kleinen Finger ein ovat umgeben. „Ach!“ ſagte ſie, indem ſie einen Seufzer aus⸗
ſtieß,„es koſtet mir groß Ueberwindung, mich von diefem Ringe zu trennen, aber es muß geſchehen.“
„Meine Mutter,“ ſagte Cäcilie,„ſie brauchen ſich ja blos von dieſen Diamanten zu trennen, welche Sie durch einen Reif erſetzen können, der Ring wird Ihnen doch immer bleiben.“
Die Marquiſe ſtieß einen zweiten Seufzer aus, welcher andeutete, daß ſie an den Diamanten eben ſo ſehr, wie an dem Medaillon hänge, und gab dann Cäcilie den Ring.
Das arme Mädchen konnte Niemand die Sorge anvertrauen, das Kleinod zu verkaufen, welches ihr die Marquiſe zugeſtellt hatte; denn das hieße ihr be⸗ vorſtehendes Elend ihrer Vertrauten mittheilen, un dieſes war ein Geheimniß, in welches ſie dendeun ſelle Aſpaſia weniger als irgend jemand einweihen wollte.
Cäcilie ging daher ſelbſt zu einem Juwelier und brachte 800 Francs zurück. Dies war der Werth, uf welchen der Kaufmann die Umfaſſung geſchätzt hatte; derſelbe erhielt zu gleicher Zeit den Auftrag, den Kreis von Diamanten, durch einen Reif von Gold zu erſetzen.
Von dieſem Augenblicke an begriff Cäcilie, daß nebſt dem Unglücke, daß Heinrich nicht zurückkomme, noch ein zweites beſtehe, und gegen das erſtere ohn⸗ mächtig, wollte ſie ſich wenigſtens gegen das zweite wahren. Als ſie am dritten Tage den Ring der Mar⸗ quiſe holte, nahm ſie die Deſſins ihrer Stickerei mit,
ckkommen, mein Kind, er wird wir, indem wir darauf warten,
ttete ihre Hand, ſie hatte am Medaillon mit Diamanten


