Teil eines Werkes 
Das Braut-Kleid : drei Theile : Teil 1 (1845)
Entstehung
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zeug durch widrigen Wind, durch irgend einen Zufall

um eine Woche, um vierzehn Tage, um einen Monat ſich verſpäten wird, zu welcher Pein würde Ihr Leben werden, welches ganz der Erwartung hingegeben iſt? O, Sie zu erwarten, Cäcilie, zu wiſſen, daß Sie mir entgegenkommen wollen, und dennoch nicht vorwärts kommen, die Ferne, welche zwiſchen uns liegt, nicht verkürzen zu konnen, indem ich mich Ihnen entgegen⸗ ſtürze, das würde für mich, ich fühle es, ein ſchreckli⸗ ches Unglück, unerträglich ſein; ich fühle, daß es noch viel ſchlimmer wäre als das, keine Nachrichten von Ihnen zu haben, und dennoch habe ich den Muth nicht, mich des Rufes zu enthalten:Ich komme, Cäcilie, ich komme, erwarten Sie mich.

Ja, erwarten Sie mich, meine angebetete Cäcilie, ja, ich komme, ich eile herbei, erwarten Sie mich, da bin ich, ich bin Ihnen nah, ich liege zu Ihren Füßen. Sagen Sie mir, daß Sie mich lieben, Cäcilie; ich liebe Sie ſo ſehr!

Noch einmal Adieu, Cäcilie; in acht Tagen reiſe ich ab. Auf Wiederſehen, Cäcilie, auf Wiederſehen!

Erwarten Sie mich von einem Augenblicke zum an⸗

dern; noch einmal Cäcilie, ich komme. . r

Heinrich.

XXII. Das Hochzeitskleid.

Man kann ſich vorſtellen, welchen Eindruck ein

ſolcher Brief auf das junge Mädchen machte. Sie fiel vor dem Cruciſixe nieder, und nachdem ſie ihr Gebet

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