Teil eines Werkes 
Das Braut-Kleid : drei Theile : Teil 1 (1845)
Entstehung
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neigung gegen Eduard an dieſe Verbindung gedacht. Sie wollte ihre Enkelin nicht als die Frau eines Kauf⸗ manns ſehen. Das war es..

Inzwiſchen folgten ſich Tage auf Tage, Cäcilie

wußte, daß kein Schiff vor ſechs Wochen von Guade⸗

loupe abſegeln würde; Heinrich hatte es ihr ja geſchrie⸗ ben. Sie erwartete daher voll Geduld die bezeichnete Zeit. Als aber zwei Monate verfloſſen waren, da wierde ſie unruhig. Endlich erhielt ſie unter demſelben Zittern vor Glück, unter derſelben freudigen Aufregung eines Morgens folgenden neuen Brief:

Ich reiſe ab, theure Cäcilie, ich reiſe ab. Das Schiff, welches Ihnen dieſen Brief bringt, geht nur acht Tage vor mir ab, und vielleicht komme ich, da die ſchöne Anna für eine vortreffliche Seglerin gilt, zu gleicher Zeit mit meinem Briefe, vielleicht noch vor demſelben an. Ach, begreifen Sie es, Cäci⸗ lie? Ich reiſe ab, ich reiſe reich ab. Ich habe hundert Procente an meiner kleinen Beilaſt gewonnen. Ich werde auf der Stelle die fünfzigtauſend Franes dem Herrn Duval zurückſtellen. Es bleiben mir fünfzig⸗ tauſend andere, und mein Onkel hat mir eine Ladung gegeben, welche einen Werth von hunderttauſend Tha⸗

lern haben kann; nebſtdem hat er mir noch ein Hoch⸗

zeitsgeſchenk von hunderttauſend Franken gemacht.

Meine heißgeliebte Cäcilie, begreifen Sie, in welcher Trunkenheit ich mich befinde? Ich frage den Capitän unaufhörlich, ob es wahr ſei, daß ſeine Ab⸗ reiſe auf den achten März feſtgeſetzt; denn am achten März werden wir abreiſen.

Er bejahte es in der Vorausſetzung, daß der Wind nicht conträr werde, und dann iſt ſeine Abreiſe unwiderruflich auf dieſen Tag feſtgeſetzt. Da aber um dieſe Zeit gewöhnlich der Wind vollſtändig regelmäßig iſt, ſo wird uns, wie ich hoffe, nichts zurückhalten.

.Mein Gott! Mein Gott, iſt es denn wahr, daß ich Sie wiederſehen ſoll, meine heißgeliebte Cäcilie,

.

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