Teil eines Werkes 
Das Braut-Kleid : drei Theile : Teil 1 (1845)
Entstehung
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ſtehe Ihnen ſogar, daß ich ſehr große Luſt dazu habe, aber Tauſend Thaler.

O, mein Gott, was ſind denn tauſend Thaler für Sie! ſagte das junge Mädchen, indem ſie umher blickte und ſich einen Begriff von dem Glücke der Per⸗ ſon, an welche ſie dieſe Worte richtete, durch die Be⸗ trachtung des koſtbaren Meublements des Boudoirs zu machen ſchien, welches wir beſchrieben haben.

Wie, was tauſend Thaler für mich ſind! rief die Künſtlerin;es ſind drei Monate meines Einkom⸗ mens. Nichten Sie Ihre Bitte an den Prinzen, mein Kind, und er wird dieſes Kleid für irgend eine ſchöne Dame des Hofes kaufen.

In der That, ſagte der Prinz,die Dame hat Recht; ich nehme dieſes Kleid, mein Kind.

Sie, Sie, mein Herr! Sie, Prinz! rief das junge Mädchen,iſt es wahr, daß Sie es nehmen, und um den Preis, den ich dafür fordere?

Ja, antwortete der Prinz,und wenn Ihnen eine größere Summe nothwendig ſein ſollte.....

Nein, gnädiger Herr, ſagte das junge Mädchen. Ich brauche dreitauſend Frank; dreitauſend Frank ge⸗ nügen mir. Uebrigens iſt auch dieſes Kleid nicht mehr als dreitauſend Frank werth.

Nun, ſagte der Prinz,haben Sie die Güte, dieſen Carton meinem Kammerdiener Jean zuzuſtellen, den Sie an der Thüre mit meinem Kutſcher plaudernd finden werden. Sagen Sie ihm, daß er es in meinen Wagen legen ſoll, und geben Sie ihm Ihre Adreſſe, damit ich Ihnen heute noch dieſe Summe zuſtellen laſ⸗ ſen kann, welche Sie ſo dringend nothwendig zu haben ſcheinen.

O ja! entgegnete das junge Mädchen,und ich ſchwöre es Ihnen, daß nur eine ſo große Noth mich zwingen konnte, mich von dem Kleide zu trennen.

Indem das arme Kind dieſe Worte ſprach, drückte es mehrmals ſeine Lippen mit einer Miſchung von