Teil eines Werkes 
Das Braut-Kleid : drei Theile : Teil 1 (1845)
Entstehung
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Freude und von Schmerz, welche das Herz zerriß, auf das Kleid, von welchem ſie ſich trennen mußte. Dann grüßte ſie noch einmal Fernande und den Prinzen, und ſchritt der Thüre zu.

Noch ein Wort! ſagte Fernande,und verzeihen Sie es zwei Gefühlen, die ich empfinde, und, wie ich glaube, in gleichem Grade, nämlich der Neugierde, die Sie in mir erregt haben, und dem Antheile, den ich

an Ihnen nehme. Für wen war dieſes Kleid be⸗ ſtimmt?

Für mich, Madame.

Für Sie?

Ja; es war mein Hochzeitkleid.

Und das junge Mädchen ſtürzte aus dem Zimmer, einen Seußzer erſtickend.

Am folgenden Tage ließ ſich der Prinz ſelbſt nach der bezeichneten Adreſſe führen und fragte nach Cäci⸗ lien. Dieſes junge Mädchen hatte ihn lebhaft intereſ⸗ firt, er hatte den Vorfall der Kaiſerin erzählt, und die Kaiſerin verlangte ſie zu ſehen.

Mademoiſelle Cäcilie? ſagte der Thürhüter.

Ja, Mademoiſelle Cäcilie, ein junges, blondes Mädchen, mit einem blauen Augenpaare, achtzehn bis Heunzehn, Jahre alt. Wohnt ſie nicht hier, rue du coq Nro. 5.2.

O, ich weiß, was der Herr ſagen will, entgeg⸗

nete der Thürhüter;aber Mademoiſelle Cäcilie iſt:

nicht mehr hier. Ihre Großmutter iſt vor drei Tagen geſtorben und vorgeſtern wurde ſie begraben; geſtern war Mademoiſelle Cäcilie den ganzen Tag ausgegan⸗ gen, und dieſen Morgen iſt ſie abgereist. Von Paris?

Wahrſcheinlich.

Nach welchem Lande?

Das weiß ich nicht. Wie iſt ihr Familienname? Den haben wir nie gehört.

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