Teil eines Werkes 
3. Bd. (1835)
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Vater genug zu ſchaffen gemacht; o geht mir mit einem ſolchen Vorſchlag! Dieſer Branden⸗ burger hat es nie ehrlich mit uns gemeint, und wird es nie!

Gott! Ihr verwechſelt ganz die Begriffe! Wann hätte je der Brandenburger gegen das Haus Wittelsbach etwas Feindſeliges unter⸗ nommen? Daß er mit Eurem Vater böſe Hän⸗ del hat, je nun! das geht ja doch das Haus Wittelsbach nichts an, und Euer Va⸗ ter hat die allermeiſte Schuld dabei. Am Ende ſeid Ihr doch Eurem Hauſe mehr ſchuldig, als Eurem Vater, und der Brandenburger iſt Eu⸗ rem Hauſe ſogar verwandt. Er iſt des Kaiſers Freund, und wenn Euch je, was ich nicht hoffen will, was aber doch immer zu befürchten ſteht, Euer Vater um Eures Bruders Willen hintan⸗ ſetzen ſollte, ſo habt Ihr danſt an dem Churfur⸗ ſten und an dem Kaiſer ein paar gute Schilde, mit denen Ihr Euch gegen Euren Vater, der alt, ſchwach und thöricht wird, und blos von den Launen ſeines Wieland abhängt, ſo wie gegen die ganze Welt ſchützen und wehren könnt.

Mein Kopf dreht ſich um und um. Aber Ihr habt Recht. Zum Teufel auch! hier kann