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den Armen ſich ſo löwenmuthig wehrend, bis es ihm gelang, mit der Rechten einem der Meuchel⸗ mörder das Schwert zu entreißen. Da rief er frohlockend:„Saint Denis et Notre⸗Dame! Jetzt findet ihr mich, heimtückiſche Schurken, bereit. Feu sacré, feu d'enfer! Kommt heran, wenn ihr Luſt habt, des Löwen Klauen zu fühlen. Ich ſtehe Euch allen und will Euch zeichnen.“
Aber in demſelben Augenblicke, während die nächſten der Angreifenden vor ſeinen Hieben zurück zu weichen begonnen, drängte der übrige Theil der Rotte, welcher bisher den Dienern des Her⸗ zogs die Fackeln ausgelöſcht und die Fliehenden verfolgt hatte, auf's neue wider Orleans. Mit der Wuth der Verzweiflung wehrte ſich dieſer. Der Lärm lockte eine Frau aus dem nächſten Hauſe, welche entſetzt: Mord, Mord! rief. Mit Stur⸗ meseile rannte einer der Verſchwornen auf die Frau zu und durchbohrte ſie mit dem Ausruf:„zur Hölle mit deiner Zunge, Plappermaul!“
Die Mörder ſchienen ihres Opfers jetzt gewiß zu ſein, denn Niemand war zur Hülfe des Her⸗ zogs mehr da. Doch eben, als ſie ſich triumphi⸗ rend auf ihn werfen wollten, um ihm den Todes⸗
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