Teil eines Werkes 
2. Bd. (1835)
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ſtoß zu geben, erſchallte in ihrer Mitte das Geheul:

Haro, Haro! und mehr als einer fühlte das gute Normannenſchwert des treuen Jacob, eines Dieners des Herzogs, welcher ſich unbemerkt in ihre Reihen geſchlichen, um ſeinen Herrn in Noth und Tod nicht zu verlaſſen.

Halt aus, Jacob; halt aus, Normanne, rief Orleans, als er die Stimme des einzigen Treuen erkannte, und dieſer erwiederte lautſchal⸗ lend und freudig:

Hier bin ich, mein Herr und Meiſter, hier bei Euch will ich bleiben.

Aber in der nächſten Secunde erſtickten Schwert⸗ und Keulenhiebe und heiß hervorquellendes Blut dem Herrn wie dem Knecht alle ferneren Worte. Röchelnd ſank Orleans rücklings zur Erde nieder und kaum ein paar Schritte weiter von ihm ſein Diener Jacob. Des Herzogs Auge ſchloß ſich, leiſe ſtöhnte er noch die Worte:Nun lieg' ich und ſterb' im Purpur! Weh mir! Wer rächt mei⸗ nen Tod?

Willſt du denn nie ſterben, Orleans? Fahre endlich zur Hölle! grollte ein Mann, aus dem Hotel Notre⸗Dame hervorſpringend, in einen