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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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Wie gluͤcklich fuͤhlte ſich Eliſabeth! wie uͤber⸗ ſchwaͤnglich belohnt fuͤr allen Schmerz, der ihr nun gegen die Ewigkeit ihrer Liebe, wie ein duͤſtrer Augenblick duͤnkte; er war voruͤber. Leſt⸗ loy aber fuͤhlte ſich noch unfaͤhig, den Umfang ſeines Gluͤckes zu faſſen. Er ging wie im Taumel umher, der wuͤſte Traum ſeiner Leiden lag hinter ihm; allein er mußte ſich erſt an den Glanz ge⸗ woͤhnen, worin der Vater des Lichts ſich in ſeiner Fuͤhrung offenbart und verherrlichet hatte.

Plane der Zukunft waren nun das Geſpraͤch des Abends. Paſtor Dagon ſollte alſobald das Geſuch um ſeine Dimiſſion einreichen, und Leſt⸗ loy ſein Examen vorbereiten.

Eins wuͤnſchte ich warf der Geiſtliche ein, indem er ſinnend vor ſich nieder blickte:und koͤnnte ſolch ein Wort ſtattfinden, wo es darauf ankommt, daß die Vorſehung es genehmige: ſo wuͤrde ich ſagen, ich bedinge es mir: ich moͤgte gerne auf preußiſchem Grund und Boden begra⸗ ben werden, und dereinſt neben meiner lieben Frau, unter den Linden dieſes Dorfes ruhen.

Dies ſoll geſchehen, ſo weit es an uns ſteht! verſicherte ihn der Arzt und ſprach:die Gemeine zu Goldenſaat, ein treuherziges Voͤlkchen, wird gewiß die Reſte ihres geliebten Lehrers mit un⸗